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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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481
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Drittes Schreiben.

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kömmt es, rufft der Mund, daß alles Verse macht?

I ^ ^ ^ es für ein Fest, bey dessen seltner Pracht,j alles, was nur kan in den gestörten Gassen,

^ ^ stehen Lindenstadt mit Singen hören lassen?

^, gewohnte Klang betäubt mir das Gehör.

was die Pleisse schreckt, erschreckt uns noch vielmehr;^ schall zerstreut den Sinn, er störet uns im Dichten:Werther! fordre nicht die Leistung unsrer Pflichten,fällt uns ohnedem ein guter Einfall schwer,

^ "immt man allezeit was UngemeineS her?

Altes klingt zu matt, man soll was Neues sagen,

^ Noch kein Bauchpoek vor Geld herum getragen.

edle Leipzig lacht, wenn mancher raast und lermt,

^ doch nur sauren Kohl zum zehntenmale wärmt,anders reimt und schreibt,als was vorhundertJahren,^ ^u»st und Sprache noch in ihrer Wiege waren,tzj " Mehr als funfzigmal ein Wunsch geheimen hat.

wird ja mit der Zeit der besten Bissen satt.

^ lobr den albern Koch, der einer GattuNg Speisendurch der Schüsseln Art verändert pflegt zu weisen?tzi, ^acht es ein Poet, der ganze Nächte sinnt,

^ ^ den neuen Putz für alte Grillen spinnt.

wischt er Tag undNacht,verschwistertLichr u.Schatten,^ ^tern muß sich zu Koch, das Eis zu Flammen gatten,^ der schwache Witz sich selbst dabey vergißt,

^ ^dlich ^lbst nicht weis, was seine Meynung ist:

^^"3» wenn nur Hans Tumm den hohen Sänger ehret,^ ^ >ucht begreift, am allerliebsten höret,tz/dner i djx gefällt nur die Vernunft allein,würde solch ein Ruhm dir unerträglich seyn.

^ kennen deinen Sinn, man schlieft ihn aus den Werken;einen Schriften ist kein Tadel anzumerken.

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Jedoch