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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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487
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Fünftes Schreiben. 487

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V. Schreibe».

Antwort an die

dau D. Volkmaiiniti.

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Melinde! deine Schrift, damit du mich beehrt,y^Hat neulich lauter Stolz in meiner Brust empört.'

trotzte nicht mein Herz, als ich dein Blatt gelesen?

^ bin ja, sprach der Mund, was Lohenstein gewesen;

^ bin, was Opih, Gryph und Hofmannswaldau war:

Gottsched steht nun auch in jener Dichter Schaar,^burch sichDeutschlandöRuhm so hoch empor geschwungen,

L sie Athen und Rom den Vorzug abgesungen,

hat kein Zweifel statt. Helinde! die dich kennt,selbst so herrlich singt, von Phöbus Flammen brennt,Musen Schwester ist, vergleicht ja deine Früchte^ der VvllkommeiHeit der herrlichsten Gedichte.

^ Die Nase hub sich schon; ich trug das Haupt empor.

H ksten ein Freund, und sagte mir ins Ohr:v ^ach, betrogner Geist l du mußt dich besser kennen,^Schmeichler, die zum Scherz dich einen Dichternennen.

sonst ein steiles Rohr den schwachen Nacken neigt,

^ "tn hie bewegte Luft den stolzen Gipfel beugt

chn zur Erden drückt: So schlug dieß Wort mich nieder-b Meine Eitelkeit verschwand allmählich wieder.