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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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ZOO

Achtes Schreiben.

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Denn da du mich stets geliebek, o so schwör ich dir getreu,

Daß mein Wort ein schlechter Ausdruck innerster

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Hättest du mich nur erzeugt, würd ich dir schon Dank erw^Hättest du mich nur versorgt, würd ich dich gedoppelt preiseAber dieß war dir zu wenig; vu hast mehr an mir geth^Als auch von dem besten Vater je ein Sohn verlangen ka"'Deiner Lehren Honigseim, dein getreues Unter richten,Kan mich wahrlich tausendfach zurErkenntlichkeitverpß"

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Ach! ich denke noch der Stunden, als mir durch ^andres Jahr

Kaum der zarte Fuß zum Gehen stark genug geworden ^Als der Münd kaum fähig schien, dir die Sylben nachz^Wie dir meine Lehrbegier damals schon so wohl gefallen«Jch erinnre mich der Zeiten, da ich dir im Schooße saß, ,Und nach deiner Unterweisung etwa deutsch und römischO wie lieblich wußtest du bald mit lockenden Geschenken, ^Mit Versprechen,Scherz undLust meine Neigungen zu ^Durch die väterliche Klugheit ward die Arbeit mir ein ^Denn sie machte,daß mir alles, was mir nützte,wohlgeß^'^,Mit den Jahren wuchs dein Fleiß,u. so ist mein Sch"^ ..Der viel tausend Knaben qvält, mir ein Paradies gew^

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O wie lieblich ward mir ferner aller freyen KünsteDurch die väterlichen Lippen, schon in früher Jugend kuWar doch keine Wissenschaft, die sich nur für Knaben ^Die mir deine Sorgfalt nicht mit Vergnügen eingebtSchon in meinem zwölsteJahre führtest du mich bey ^In dasChor der deutschenMusen,welches du verlangstDein Exempel gieng mir vor; denn nach deiner Sey^ .Ließ sich meines neuen Rohrs ungeübter Klang gewö^

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