Achtes Schreiben.
Ist dein Werk wohl nie gewesen: Huld unh Sanftmut
das Band, h,
Dessen Zug ich mehr empfunden, als die Strafe deiner ^Jtzt erkenn ich allererst, was mir deine Zucht genüßet;
Jtzo feh ich, daß Vernunft all dein Wesen unterstützet;
Jtzt verehr ich deine Tugend, welche mit Gelassenheit ,,Mehr gewirkt, als oft ein ander, mit Gewalt und Heftig^
Wenn der Bosheit Wuth und List dir zu schaden sich erk^Sprachst du ruhig: Laßt es seyn! den wer weis,wozu es ^ ^Dieß hat mir bey bösen Stunde oftmals neuenMuthUnd nunmehro durch Erfahrung ganz zu deiner ArtDu sollst mir ein Muster seyn, und dein tugendhaftesSoll mir künftig bis insGrab meiner SittenVorschrissHabe Dank,o liebster Vater! daß du mich so wohl g^^;Habe Dank für deine Regeln, deren Frucht ich längst ZHabe Dank für deine Zucht; habe Dank für deinEss^Welches mich fast mehr erbaut, als dein Lehren in denil"Lebe glücklich! lebe frölich! Gebe Gott, daß dieser TaA/,Der dir so beglückt erschienen, noch sehr oft erscheinenSorge nicht für deinen Sohn; denn das SchicksalUnd hat mir, nach seinemRath,meinen Platz schon auM ^Fehlt mirs doch an keinem Dinge,was ich selber wünfE^Geht mirs künftig nur nicht schlimmer, nehm ichs völsteü
de-'a».
Meiner liebsten Mutter Hand will ich in Gedanken k"iiSollt ich aber ihren Kuß lebenslang entbehren müsse"'Soll doch meine zarte Liebe gegen sie beständig seyn,
Und ich weis, ihr Muttersegen folgt mir bis zum Gra^, ^WerthsteAeltern,thränenvoll saht ihr mich ausPreusse" >Gott erfüll euch jederzeit mit den allerzärtsten Freuden -Ich beschließe diese Zeilen: Lebe wohl, geehrtesIch bin ewig, theurer Vater! was ich unverändert^^