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Neuntes Schreiben. -oz
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ix. Schreiben.
An Jungfer L. A. V. Kulnms.
1727. den 19 Oktober.
Poetinn! zürne nicht, daß sich ein Fremder wagt,^und dir den treusten Dank in schlechten Reimen sagt,^ dein Geschenk verdient. Die allerliebsten Zeilen,
^ du durch unsern Freund, mir neulich zu ertheilen^eigt beliebet hast, erfordern zweifelsfrey,ich dir, schönes Kind! dafür erkenntlich sey.wie stell ichs an ? Was giebt dein Knecht dir wieder ?^ ^se ganz entzückt die geisterfüllten Lieder,mir zugesandt; und seufz in meinem Sinn:schade, daß ich doch so weit von Danzig bin!
^ Zärtlich wollt ich dir allda zu danken wissen?
^ zärtlich wollt ich nicht die schönen Hände küssen,
^ °>n so muntrer Geist belebt, bewegt und rührt;er den Dichterkiel, trotz allen Männern, führt,ich bin entfernt! Wer kan durch achtzig Meilen,
^ ^ Dankbarkeit, die du verdienst, ertheilen?
^ kenne dich so gar nur deinem Geiste nach:
Geiste, der so stark aus jeder Zeile brach,
T)ak^ zugesandt; so, daß ich schweren sollen,
^ p deine Mutter sich in dir verjüngen wollen.
^ d)eis, was Fischer mir von ihrer Klugheit pries;
^ Gerlach, sich in Leipzig sehen ließ.
j Eriche schon Famens Mund von ihrem seltnen Wesen;! 'ch hab es selbst von ihrer Hand gelesen,li,^ be für Geist, Vernunft und Wissenschaft besitzt,wie die Weisheit ihr aus allen Worten blitzt.
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