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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
Entstehung
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512
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5'2 Zwölftes Schreiben.

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XII. Schreiben.

Bey dem Hochadelichen

Kirchbachu-VitzthumW"

Beylager.

1729.

Im Namen der deutschen Gesellschaft inLeipzig.

Die Hochzeitfackeln nicht, so Hymen dir geweiht: ^

Doch ehren wir entfernt die Glut so reiner Kerze»/ ^

Und fühlen einen Trieb bey deiner Lust zu scherzen. ^

Die Musen, die mit dir so gern beschafftigt sind, !Und das genaue Band, das uns mit dir verbindt, . ^ ^Dein Geist, Geschmack, Verstand u. deutschgesinntes ^ ^

Das alles und die Pflicht giebt dir dieß Blatt zu les^' . '

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Wer so, wie du, gelebt, und wenn er sich vermähl ^ >Nicht nach gemeiner Art erhitzter Jugend wählt, ^

Vernunft und Tagend sucht, und lieber Seelengabe»/ ^ <Als ein entzückend Bild im Arme wünscht zu haben > eWem nicht des Goldes Glanz die Augen blenden »§ /

Und wenn er größtentheils sein Vatergut verthan, ^

Den ausgeleerten Schatz in guten Stand zu bring '^> ^Den Geldsack, nichtdie Braut, ins Hochzeitbett läßt^ ^ '