5'2 Zwölftes Schreiben.
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XII. Schreiben.
Bey dem Hochadelichen
Kirchbachu-VitzthumW"
Beylager.
1729.
Im Namen der deutschen Gesellschaft inLeipzig.
Die Hochzeitfackeln nicht, so Hymen dir geweiht: ^
Doch ehren wir entfernt die Glut so reiner Kerze»/ ^
Und fühlen einen Trieb bey deiner Lust zu scherzen. ^
Die Musen, die mit dir so gern beschafftigt sind, !Und das genaue Band, das uns mit dir verbindt, . ^ ^Dein Geist, Geschmack, Verstand u. deutschgesinntes ^ ^
Das alles und die Pflicht giebt dir dieß Blatt zu les^' . '
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Wer so, wie du, gelebt, und wenn er sich vermähl ^ >Nicht nach gemeiner Art erhitzter Jugend wählt, ^
Vernunft und Tagend sucht, und lieber Seelengabe»/ ^ <Als ein entzückend Bild im Arme wünscht zu haben > eWem nicht des Goldes Glanz die Augen blenden »§ /
Und wenn er größtentheils sein Vatergut verthan, ^
Den ausgeleerten Schatz in guten Stand zu bring '^> ^Den Geldsack, nichtdie Braut, ins Hochzeitbett läßt^ ^ '