Zwölftes Schreiben.
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Das heißt ja wohl gewählt! Das heißt vernünftigWer tadelt wohl die Glut von deinen keuschen Trieben -
Noch mehr, was sie gesucht, das fand sie bloß in ^Wie du, was dich vergnügt, sonst nirgends, als in ihr-Dein Herz verrieth sich längst. Bereits aufhohenWo Seelen deiner Art nur um die Musen buhlen,
Hast du, wenn Lust und Wein bey Freunden Sche^
weckt,
Von deiner Buhlschaft uns den Abriß schon entdeckt!,Daß man verwundernd sieht, wie schön es dir geglücktDa dich ein solch Gemahl, als du entwarfst, bestricket-Doch du besiegst auch sie: Dein wohlberedter MundThat deinen Antrag ihr mit solchem Nachdruck kund,Daß sie bezwungen ward. Die edle Philurene,
Ganz Sachsen nennt dich noch das Muster edler Sö^In der Beredsamkeit. Die Königinn erblich,
Und deine Zunge pries ihr Lob so meisterlich,
So edel, so belebt, daß jener Schmuck der Alten,
Der Römer Plinius, nicht viel voraus behalten.
Das macht, du hattest dich der Weisheit ganz geweihtDein bester Zeitvertreib war die Gelehrsamkeit,
Die Wissenschaft dein Spiel, die Sprache dein ErgehtDie so viel Kluge schon der Uebung würdig schätzen.
Wer liebt sein Vaterland und dessen Mundart mehr?Wer kennt Wohl ihre Kraft und Zärtlichkeit so sehr,
Als du sie kennst und liebst? Wenn andre trotzig tWeil sie das dritte Wort mit Sylben unterbrochen,
Die weder welsch, latein, noch recht französisch sind?Wenn andre diesen Wust, aus Wahn und Einfalt blin /Als Lehrer in der Kunst den Deutschen angepriesen:
Hast du, beredter Freund! das Gegentheil gewiesen. ^
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