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Dreyzehntes Schreiben. 517
Heuchler mag von ihr die freche Feder borgen,v ' weil er Wahrheit haßt, für ihren Beystand sorgen,hellte, die das Volk geplagter Bürger flieht,
? bald man sie erhöht auf grösser» Stuffen sieht;
^ Furcht, es mehre sich die Anzahl der Tyrannen,
^ ° stets ein härter Joch um ihre Hälse spannen.
^ bir, gepriesner Born ! hat lauter Wahrheit stakt,
^ diese sagen will, füllt leicht ein ganzes Blatt,
^ lauter Lob und Ruhm. Dein redliches Gemüthe,
^ leuchtender Verstand, dein Herze voller Güte,,
^ tiefgelehrter Sinn, dein unermüdter Geist,was man sonst an dir für seltne Gaben preist,dir ein Lobgedicht. Die BürgermeisterwürdeLeipzig neuen Glanz, dir nichts, als neue Bürde.Vortheil trifft die Stadt, die zwar schon iho blüht;durch dich hinfort mehr Wohlfahrt vor sich sieht,^wig wachsen wird: Wenn künftig nur im Wählen,
^ Männer deiner Art, nicht kluge Borne fehlen.
Leipzig ehrt ja noch den hochverdienten Mann,
^ ewig werthen Born, der jedes Herz gewann,dieses Amt vor dir mit solchem Ruhm besessen,"w"'and ihn gekannt, der ihn so leicht vergessenwcht bedauren wird. Und wem ist unbekannt,
^ würdig man dazu auch deinen Vater fand?
Hz ^"gemeinen Mann, der alles ausgeschlagen,
^ ^athhaus, Stadt und Glück ihm willigst ausgetra«
gen.
^ °e>hr ein edles Werk! das zwiefach schöner klingt,h^wenu die Eitelkeit sich selbst in Aemter dringt,
^' wenn sie niemand liebt, und mancher gar verfluchet,^ täglich, wo nicht steigt, dennoch zu steigen suchet.
Kk z D-in