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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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525
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Sechzehntes Schreiben. 525

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XVI. Schreiben.

An

Herm M. Joh. Friedrich May,

als er ihm

an seinem Geburtstage

i7zo. den 2z Merz

k>Ne Uebersetzung von Luciems Abbildung eineswahren und falschen Rednersüberreichte.

WAein Freund! dein Jahrfest kömmt und lehrt mich

meine Pflicht;

^ vpfre dir dabey kein grosses Lobgedicht,

^ ^ hast dergleichen schon von meinem Kiel vernommen,^ Manches wird vielleicht bis auf die Nachwelt kommen.^ ^iefre dir voriht was Uebersetztes ein,

soll ein Ehrenmahl von deinem Tage seyn,

^ ewiger Beweis von unsern Freundschaftstrieben,

^urch wir uns bisher aus reiner Absicht lieben.

n ^er wiederhohl ich nur den längstgeschloßnen Bund,

^ Mache durch dieß Blatt vor hundert Zeugen kund,Weisheit und Vernunft, durch dein unsträflich Leben,Haufen, der sie schmäht, ein Tugendmuster geben,^°ey er schamroth wird. Du legest Proben ab,

^ott uns nicht umsonst Verstand und Willen gab;

H daß ein heitrer Geist, durch ein gegründet Wissen,"chdem er sich beherzt des Pöbels Wahn entrissen,

Auch