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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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541
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, Einund zwanzigstes Schreiben. 541

/ war meR ganzes Herz, im Lager nur der Leib,^Massen schienen mir ein saurer Zeitvertreib;

^ da sie Tausenden die schönste Lust erwecken:

! " wollte dennoch mir die rauhe Kost nicht schmecken.

^ ^ie bloße Hoffnung, Herr! hat mich bisher genährt,^äkte nun mein Gram die längste Zeit gewährt,tzw hat mirs zugesagt, mich wieder frey zu nennen,

^ald sich von Zeithäyn das Lager würde trennen.

ist bereits geschehn; das ganze Jahr ist voll,

^ wünsch ich noch den Tag, der mich befreyen soll!

wünsche, doch umsonst! Ich bitte, doch vergebens!

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^ kürze, durch den Gram, die Helste meines Lebens.

^ König! rühret dich ein treuer Unterthan:

? schaue meinen Schmerz und meine Wehmuth an,

^ habe dir gedient, und bin getreu gewesen;

laß mich auch nunmehr den Abschied wieder lesen.Man gezwungen geht, da bleibt man stets zurück,

^ was man gerne thut, befördert unser Glück.

^ °wl dir mein Dienst bisher noch brauchbar hat geschienen:^ will ich dir weit mehr durch Buch und Feder dienen.

^ schlt an Leuten nicht in deiner Länder Zahl,

^dir ^ Tausenden, mit Pulver, Bley und Stahl,

H Zeilen fertig stehn, und alles für dich wagen:

^ch bin ungeschickt, die Waffen recht zu tragen.

^/Mk, Herr! ich bin getrost und voller Zuversicht,

^ *w du verschmähest mich und meine Klagen nicht.

^ Musen bist du hold, und pstegst sie auch zu schützen:

H wird dein Gnädigftyn auch meiner Wohlfahrt nützen.^ Morr macht mich beglückt. Sprich nur ein Wort,» Held!^wird mein ganzes Glück auf einmal hergestellt;

^ wird mein froher Mund, zugleich mit Bauzens Weysen^° steine Schüler sind, dein Vakerherze preisen.

XXH. Schrei-