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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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543
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Zweyund zwanzigstes Schreiben. 54z

Sonne scheint so schön in Frühlingstagen nicht,

^ sv «n Gnadenstral aus deinem Angesicht:

dieses war so reich an hulderfüllten Minen,

! ^ Mir sein Anblick fast was göttliches geschienen.

. Indessen, grosser Held! verzeihe deinem Knecht,

^ Mag es noch einmal, und steh um Gnad und Recht.

^ hilft dein Gnädigseyn, wenn die es hindern wollen,^ deine Diener sind, und dir gehorchen sollen?

sprichst lnich selber los; dein Wort wird kund gethan;^ geh und melde mich bey meinen Obern an;

^ rühine deine Huld, dein königlich Bezeigen:

H ^ hör ich jedermann von der Erfüllung schweigen.

schiebt sie täglich auf. Ich lasse doch nicht nach,

^ preise hundertmal, was mir dein Mund versprach:^ man hört es nicht, man will es nicht verstehen,

^ßt mich unerhört und traurig von sich gehen.

^ Herr! erkenne nun, was mich bisher geqvält,

^?^vhl es nicht an dir und deiner Huld gefehlt.

,e geglaubt, was Gott und Fürsten sprechen^

^ börste nie ein Mensch, kein Diener unterbrechen.

^ dö^Mt es denn allhier, daß deiner Gnade Preis^ ^gehorsam noch zu hintertreiben weis?

"ne stralt zwar stets an den gewölbten Zimmern,^eir^ sieht ihr Gold nicht stets auf Erden schimmern:

Wolken sich nur allzu oft bemühn,

^ ^sluß ihres Lichts den Menschen zu entziehn:l>^ ^ gestärkter Stral durch Dampf und Dünste dringet,^ betrübten Welt die Wärme wiederbringet.

E^^ue doch auch du die Nebel meiner Noth,

König und mein Herr! Das füffe Morgenroth

Womit