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Neun und zwanzigstes Schreiben. 567
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XXIX. Schreiben.
An des Herrn von Burgsdorf
Hychwohlgebohrne.
I 7 z 2.
»ein Schreiben, edler Freund! womit bumichergetzt,^Hat mich ganz unverhofft in deine Schuld gesetzt.
^ Muß die Antwort dir und zwar in Versen schreiben,>?W deiner Muse nichts im Reimen schuldig bleiben.
es fällt mir schwer. Mein Phöbus will nicht dpan,^eil ich mich seiner Gunst nur selten rühmen kan:
^um glaube, wenn du hier wirst magre Reime lesen,
^lly sey dießmal mir nicht geneigt gewesen.
^ Ich denke noch sehr oft der angenehmen Zeit,
^ dein gewitzter Scherz und Umgang mich erfreut,
^ Preise noch das Glück der lusterfüllten Stunden,
»^mn ich einen Freund von deiner Art gefunden,
. °r nicht sein edles Blut durch Stolz und Einfalt schimpft;
bey der Wissenschaft die edle Nase rümpft,
^linehr der Musen Chor und dessen Freunde liebet;
^ selber Kiel und Geist in ihren Künsten übet.
war mein Caniß einst, an dessen Stamm du reichst.
^ wohl dir! daß du nicht von seinen Spuren weichst.
^ Wohl dir! wenn ihm einst, im deutschen Dichterorden,e>n Edler, ausser dir, mein Burgsdorf! ähnlich worden.
> Hier hast du, werther Freund! mein redliches Gemüth,'^ Mehr auf deinen Witz, als deine Wohlthat sieht.
Nn 4 Denn