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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
Entstehung
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569
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Dreyßr'gstes Schreiben. §69

XXX. Schreiben.

An Herrn Nicolaus Kelz,

zu seiner Magifterpromotion.

! 7 Z 5.

!lück zu, beliebter Kelz! zu dieser neuen Pracht,'Dazu dein edler Fleiß dich selbst geschickt gemacht.^Weisheit schmücket dich durch ihrer Lehrer Hände,

^ vb sie sich dir selbst zum Eigenthum verbände.

^ hats mit Lust gesehn, wie deinen muntern Geist,

?°r sich mit aller Macht der Niedrigkeit entreißt,

^ie Wissenschaft genährt: Siehst ihn selbst gestärket,daß man täglich fast dein Wachsthum angemerket.

»u kennst nunmehr die Welt, dich selbst, und Gottes Kraft,^ allenthalben wirkt und lauter Gutes schafft.

^ spürst der Weisheit nach, die jedes Gras uns lehret,nimmst der Güte wahr, die man erstaunend ehret.

^ kennst auch das Gesetz der redenden Natur,

^ Laster schnöden Schein, der wahren Tugend Spur;merkest klüglich an, warum der Menschen Thatenst^s nach ihrem Zweck zu ihrem Heil gerathen,selbst bist auch bemüht, die rechte Bahn zu gehn,

^ ^ wahres Wohl zu baun, dein Glücke zu erhöhn,darum konnte dirs Minerva nicht versagen,

^ weisen Meister Schmuck, den Lehrerhut, zu tragen.

^ Das ist noch nicht genug. Auch Svada lobte dich,tz/nn Pallas kennt auch die und liebt sie schwesterlich.

^ hieß: Du hättest dich mit vielem Ernst beflissen,

^ größten Meister Kunst im Reden recht zu wissen;

Nn 5 Du