Einund dreyßigstes Schreiben. 57z
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XXXI.Schmbeir.
Auf den Namenstag
Seiner geliebten Ehegattinn.
»736. den zo Jenner.
>ie glücklich bin ich doch, mein auserwähltes Licht!
Wie sehr ergehet mich dein frohes Jahrfest nicht,Das dich zum erstenmal in meinen Armen findet,
^eie dem ein ehlich Band uns beyderseits verbindet.
^>N volles Jahr ist hin, seit ich zum erstenmalDen allzuschönen Tag, in werther Freunde Zahl,
Nie wahrer Lust begieng; den Tag der Adelgunden,Daran ich zwar schon oft die stille Lust empfunden,
Die treue Liebe bringt, wenn man an das gedenkt,
^)as durch der Anmuth Macht das Hör; in Fessel schränkt«damals that ichs kund, daß du mich längst bestricket,^st damals gab ichs zu, daß es auch mir geglücket,deiner Huld zu stehn. Wie sonst zur Sommerszeit^ich oft nach schwüler Luft des Himmel Heiterkeitdicke Wolken hüllt, die bald darauf zerfließen,
Ab sich, den Strömen gleich, aufBerg und Thal ergießen ;
da ein kleiner Bach zuerst allmählich schwillt,
^ald merklich höher steigt, fein hohes Ufer füllt,endlich überläuft, bis wir die nahen Auen^ollkommen überschwemmt und voller Wasser schauen:^0 hatte Freud und Lust mein Wesen übermannt,
Daß kaum mein Herze Raum in meinem Busen fand.^arum? Die Sicherheit in deiner Gunst zu stehen,
Die Hoffnung, bald mit dir ein Bündniß einzugehen:
Ein