i6 D. Johann Salomon Semlers
Aus eben diesem und andern Verfassern kan so wol die Beschreibung vonder Stadt Batavia viel umständlicher ergänzt, als auch einige Namen berichtigetwerden. So mus bey uns S.4ic>, ausser Angwl, wie es meist und gewönlichgeschrieben wird, für Bythock, gelesen werden Uyfhoeck/ oder Vyffhuck.Unsere Verfasser haben es nicht besonders angeführt, daß sich in Batavia auch ei-nige Druckereien befinden; wovon die beste den Herren Generalstaaten gehöre, so sichin einer schönen Ordnung befinde, und mit unterschiedenen Arten guter Schriftenvöllig versehen feie. Der unten genante Verfassers) sagt, daß zu seiner Zeit ein Ro-man in drey Sprachen, holländisch, chinesisch und portugiesisch gedruckt worden.Für Bachian, S'44i, schreiben und sprechen andere Batsian, eben wie für Cheri-don, S. 480, andereTsieribon schreiben. Ich halte es für unnüz, dergleichen Ver-schiedenheiten weiter hier anzumerken; hingegen ist zu §.282, von Gleichgültigkeitder holländischen Compagnie gegen den Chinahandel, eine neuere Nachricht noch zugebrauchen, von einem Verfasser, der selbst die Reise nach China mit gethan ('H,wie es geheissen, daß die ostindische Compagnie zum letztenmale ein Schis sendenwürde. Aus der ganzen Erzählung, von S» Z94- Z95 siehet man, so wol die ei-fersüchtige Aufmerksamkeit aufFremde, (davon keiner einmal in dte Stadt Cantongehen oder sich umsehenidarf; daher dieser Verfasser in chinesischer Kleidung sichin einer Portechaise durchwagen lassen,) als die untreue und unsichere Aufführungder Chmeser, wie auch die Unterfchleife der Holländer selbst, bestätiget werden;indem sogar die so hoch verbotene Einführung des Schwefels nach China dennochnicht gehindert, daß dieser Verfasser an einen chinesischen Kaufmann dergleichen mitgrossem Vortheil heimlich umgesetzt hat; S.40O folg.
Wie also nur ein und anderes zur wettern Bestätigung dieser hier schon gege-benen Berichte kan zugesetzt werden: so ist hingegen überal die Hauptsache nach denbesten Quellen vorgetragen worden. Wenn man unsre Nachrichten, von der Veran-lassung und dem Anfange dieser ostindischen holländischen Compagnie, von §.156an, mit der Erzälung, so in der algemeinen Geschichte der vereinigten Niederlan-de Buch Z4 (") von Anfange an gefunden wird, vergleicht: so wird man dieWahrheit von diesem Satze noch mehr bestätigt sehen. Einige wenige Umstände ton-ten die Holländer selbst allein recht genau bestimmen; dahin gehören möchte, daßS. 169 in der teutschen Ueberfetzung dieser holländischen Geschichte noch gemeldet
wird:
Allerneueste Reisen eines Portugiesen, viel christliche Küchek bisher hier gedruckt worden.Jnnigo von Biervillas, nach den malabari- (^) Johann Peter Reichards Reifen - -sitzen Küsten, Goa, Batavia und andern ost- Onolzbach 1755.indianischen Orten. - - Aus dem französi- (") Algemcine Geschichte der vereinigten Nie-sihen übersetzt Berlin I7Z6 S. 19z. Diese verlande, von den ältesten bis auf gegenwärtigeLiebeshistorie ist hier mit abgedruckt, in Ermange- Zeiten - - aus dem Holländischen übersetzt, vier--lung erheblicherer Nachrichten. Es sind auch ker Theil; Leipzig 1760. 4.