4. Hauptst. i .Abs. Schicksale der englandr'schen Handlungsgefelschaft. 91
Hern Umstände des Betragens unserer Bundesgenossen, der Holländer, einlassen, sowollen wir vorher ganz kürzlich einer Reise Erwehnung thun, auf welcher die englischeTapferkeit nochmals über die Macht der portUFiesen kriumphirete. Im Jahr 1620bauete die Geselschaft vier neue Schiffe von 800 bis zOL Tonnen Ladung. Diese Flotteging im Februar, unter der Anführung des Seehauptmann Schillmgs, unter Segel,und snes auf der Höhe von dem östlichen Ende der ReedeIasques auf ein portugiesischesGeschwader, alwo dasselbe auflauerte, um die Engländer aufzufangen und ihren per-sischen Händel zu Grunde zu richten. Die portugiesische Flotte bestand aus vier Gal-eonen, jede von 40 Lanonen und z 50 Mann, aus zwo Gallioten und aus zehn Fre-gatten. Schilling grif dieselben an, und das Treffen dauerte ohne Aufhören ganzerneun Stunden lang, bis sie endlich die Nacht von einander trennete. Als die Feindeden andern Morgen sahen, daß ihnen die Engländer wieder die Spitze boten: sowollen sie sich in kein neues Gefechte einlassen, und müssen zu ihrem grossen Verdrussehen, daß Schilling, ohne daß sie ihn zu beunruhigen sichren, das Geld und die Gü-lher der Geselschaft (die Beute um welche sie eben gefochten, i ans Land brachte. EinigeTage nachher erhielten sie von Goa eine Verstärkung an Leuten und einen Vorrath vonKriegsbedürfnissen, und daher wagten sie es zum zweitcnmale, die Flotte der Geselschaftanzugreifen; allein sie waren noch unglücklicher, als vorher: denn zweie von ihren Schif-fen wurden versenket, die übrigen sehr beschädiget, und eine grosse Anzahl von ihren Leutengetödtet und verwundet. Die Engländer büsseten fast weiter nichts ein, als den ta-pfern Scbllling, ihren Commodore, der durch eine Flintenkugel tödtlich verwundet wur-de. Nach diesem Gefechte nahm die Fwtte zwo reich beladene«portugiesische CaraquenWeg und trennete sich sodann, um ihre Reise nach verschiedenen Orten fortzusetzen r).
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Allein, um wieder zu den Angelegenheiten der Handlungsgefelschaft in Absicht Beschaffen-«ufIcwa, Banda und Ambcchna, zukommen; so wurden die Holländer, welche lM der inselschon längst damit umgegangen waren, der cngländischen Geselschaft den Specereihan« Ambvynaunddel gänzlich aus den Händen zu winden, durch die Nachläßigkeit und Schläfrigkeit der ^
englischen Regierung noch mehr dazu angereihet. Sie suchten im Jahr r 6 2 z zu Am- selbst"" ^bsyna, wo möglich, noch grössere Grausamkeiten auszuüben, als sie zwey Jahr vor-her auf Lantore und Holeroon gethan hatten; indem ihre Handlungen in beidenFällen der menschlichen Natur unstreitig zur Schande gereichen. Die Insel Amboy-Na, welche vierzig LeagueS im Umfange hat, lieget nahe bey Seron, wovonnoch einige andere um sie herum liegende kleine Inseln benant werden. Der vornehm-ste Gegenstand ihrer Handlung bestehet in Gewürznelken, die daselbst vornemlich wach-sen ; und um nun diese Waare zu samlen und aufzukaufen, so hakte die englische Hand-lungsgeselschaft nicht weniger als fünf verschiedene Factoreien auf derselben errichtet,
' wovon sich die vornehmste in der Stadt Ambspna befand. Alhier hatten die Agen-ten der Geselschaft ihren Aufenthalt, und dirigireten von hier aus die untergeordnetenk Factoreien zu Hirto und jUica auf eben dieser Insel, und die zu Lobo und Lam-
' ballo, auf einem Vorgebirge der benachbarten Insel Seron §). Die Holländer
hatten vier verschiedene Forts, die mit Mannschaft, Lcbensmitteln und Kriegsbedürf-nissen wohl versehen waren. Das vestcste war das zu Amdoyna, wo die Vestungs,
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