Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
92
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92 XI». Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeftlschüftett.

«erke stark und regelmäßig und mit einer grossen Menge metallenen Geschützes besetztwaren. Die eine Seite des Forts, nemlich die nach dem lande zu, wurde durch ei-nen breiten und tiefen mit dem Meer angefülren Graben, und durch eine gute Anzahlin gehöriger Entfernung von einander liegender Batterien und Schanzen vertheidiget;die andere Seite aber wurde von dem Ocean bespület. Es war mit 202 holländischenSoldaten, mit einer Compagnie Freibürgern und mit 422 bNardykern, denen manden Gebrauch der Waffen gelehret und die dem holländischen Gouverneur unterwür-fig waren, besetzet. Die Schiffe, welche entweder der Handlung oder der Verthei-digung des Forts halber beständig auf der Reede lagen, vermchreten die Sicherheit des-selben, weil dieses sowol der Sammelplatz für die Handlung von Banda, als auch fürdie übrige von Ambo^na war t). Weil die Feindseligkeiten seit dem Vlutbade zuLanrore aufgehöret harten, so lebten die Engländer in der Stadt, sowol wegen desneuerlich geschlossenen Vergleichs, als auch wegen der alten zwischen beiden Nationenobwaltenden Freundschaft, wiewol unter dem Schutze des Citadels, in volkommenerRuhe und Sicherheit. Das Betragen der Holländer zu Lanrore wurde theils derUnbesonnenheit einiger von den englischen Factoren, theils aber der unmenschlichenGrausamkeit des holländischen Gouverneurs zugeschrieben; hieraus machte man aberkeinen Schlus zum Nachtheil aller Holländer überhaupt, besonders weil viele vonden Holländern zu Amboyna mit vieler Heftigkeit gegen dieses Betragen schrien.Kurz, es trug alles dazu bey, die Engländer in eine Sicherheit einzuschläfern, wel-che sich bald darauf mit ihrem Untergang endigte.

§. 47 .

Gelegenheit Es waren beinahe drey Jahre seit der Schliessung dieses Vergleiches zwischen

zu dem treu-heil beiden Handlungsgeselschasten verflossen, als eine neue Ursache zu Streitigkeitenentstand. Die englandischen Factoren beklagten sich über die unmäßigen und unnöchi-" ' gen Ausgaben, welche die Holländer, ihrem Vorgeben nach, in Ausbesserung und'

Erhaltung der Vestungswerke und Besatzung gemacht hatten. Sie stelletcn vor, daßdie Holländer ihren Antheil der Kosten in Lebensmitteln und Tüchern von Loroman-Del um eilten drey bis viermal höher», Preis, als sie ihnen zu stehen gekommen, ab-trügen ; dahingegen von den Engländer»» baareä Geld gezahlet werden mäste. Der/einem solchen Verfahren, sagte man, hätten die letzter,» zwey Dritthcile von den Unko-sten bezahlen müssen welche doch beide gleich und gemeinschaftlich tragen sotten. Weilnun beständige Streitigkeiten aus dieser Beschwerde entstanden, so wurde die Sacheendlich vor den Vertheidigungsrath zu Jacatra, auf der Insel Java, gebracht. Dasich dieser Rath aber nicht im Stande befand, dieselbe zur Befriedigung beider Par-theicn zu entscheiden; so wurde sie nach Europa verschicket, um daselbst den Gcsel-fchasten vorgeleget oder endlich borr dem Könige von England und den Generalstaa-ten selbst durch Vergleichungspuncte beigeleget zu werden «). Während den Berath-sthlaguttgen in Java und Europa nun ging der Bruch zu Amboyna immer weiter.Die Engländer beklagten sich immer lauter über die Unterdrückung der Holländer;und diese sthrien himvlederum gegen die Engländer, daß sie die Kosten zur Erhaltungeines Forts nicht mit tragen wolten, von welchem sie gleiche Vortheile mit ihnen hät-ten.

Salme.,! Nist. Vol. p. 124. S. die Tazckücher bcL Haves Md Loucl-

bop I'Uin Harris Vol 1.