Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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Die englischefactorcy wirdvon Amboynaweggenom-men.

XIII. Buch. Historie der ostmdischen Handluugsgeselschaften.

52.

Der folgende Tag wurde auf Befehl des Gouverneurs mit öffentlichen Freu-denSbezeigungen und Danksagungen, wegen einer fo sonderbaren Errettung und Be-freiung von einer vorgegebenen Zusammenverschwörung und wegen der ungerechtenAusrottung ihrer Nebenbuhler in der Handlung, zugebracht. Den Tag nachher wur-den Beaumonr, Gharrok, Lollins und IVebber vor den Gouverneur gebracht,welcher dem Gharrock zu wissen that, daß er nach Jacatra gehen und sich aufdie Gnadedes Generals verlassen solle; zu den übrigen sagte er aber, daß sie ihr Leben seinerGnade und seinem Mitleiden zu verdanken hatten. Er bewirthete sie so dann, aussernoch andern Proben einer falschen und verratherischen Achtung h), mit Wein,und bestätigte dadurch die Wahrheit von der Anmerkung des Dichters, daß

Einer lächeln und freundlich aussehen, und doch dabe^ ein Schelm seyn kan.Nachdem die Sache zu Ambo^na solchergestalt geendiget worden, so begaben sich derGouverneur und der Fiscal nach Band«, alwo sie, nachdem sie das Betragen desenglischen Agenten, Herren XVeldens, aufs schärfste untersuchet, nichts fanden,was nur im geringsten einen Verdacht rechtfertigen oder zu ihrer Absicht dienlich seynkonte. Sie kehrcten daher wieder zurück, und sahen sich in ihrem grausamen Vorsätze,das neuliche schreckliche Trauerspiel hier zu wiederholen, glücklich betrogen. Als Mel-den erfuhr, in was für einer Verlegenheitsich die Bedienten der Gcselschaft auf Am-hoyira befanden, so miethete er ein Schis und fuhr gerades Weges dahin. Bey sei-ner Ankunft lies er die Bedienten der Gesclschaft, welche von dem holländischen Gou-verneur nach den obern Faktoreien zurückgeschicket worden, zu sich rufen, und nachdem

er

h) Ebendaselbst.

ren dieses erfahren und das uns angethane Un-recht rächen mögen; und daß ihr auch (womitsie den Herrn Welden meinet«»,) auf eurer Hutseyn möget, denn sie gingen damit um, euchauch Theil an der Schuld zu geben. Geschriebenauf dem Schifsplcche den fünften Merz 1612.,,

Die Verschiedenheit des alten und neuenStyls ist Ursache, baß die Data von einander ab-weichen.

Samuel Lolsbn schrieb folgende feierlicheErklärung an den Rand eines gemeinen englischenGebetbuches;.

»Den fünften Merz. Kund sey hiermitgethan, daß Ich Samuel Ldlson, gewesenerFactor zu -Hitto, wegen Verdacht einer Zusam-menoerschwörung gesanglich eingezogen wordenbin, und so viel ich weis, deswegen sterben mus.Da ich nun keine sichere Gelegenheit habe, mei-ne Unschuld bekam zu machen, so habe ich diesesin der Hvfnung in das Buch acschrieben, daß esirgend ein redlicher Engländer sehen wird.Zch versichere hiermit bey meiner Seligkeit, wie

>9) Osboriis V0I.2. x. LA7."

ich denn durch seinen Tod und Leiden Vergebungmeiner Sünden zu erlangen hoffe, daß ich an ei-ner solchen Verschwörung ganz und gar keinenTheil genommen habe, und daß sich auch, so vielich weis, weder ein Engländer, noch sonst je-mand in der Welt, derselben schuldig gemacht hat»GOrt mache mich, so gewis dieses ist, selig.,,Samuel Lolson.

Auf der andern Seite schreibet er: „Aufeinem andern Blatte dieses Buches werdet ihrnoch mehrereS finden, so ich hinein geschrieben ha-be.,, Hier folget eine Nachricht von den abscheu-lichen Martern, welche er und seine Gefehrteirausstehen müssen, eine Widerrufung aller und je-der Sylben, so er in dem, ihm durch die aller«nnmenschlichsteu Mittel abgezwungenen Dekenk-niffe geredet; eine feierliche Erklärung seinerUnschuld und ein herrlicher Wunsch, daß dieseseine lehren Gesinnungen zur Vertheidigung sei-nes Characcers nach England gebracht werde»möchten 19).