Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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n 2 M.Buch. Historie der ostindischen HatldluttgsgestWäftett. ^ -

wisserlondonscher Kaufleute anzunehmen, welche dämme bestanden, daß ein Geschwa»der zur Wiederherstellung der Handlung nach Indren geschickt werden solle, ohne daßden Rechten oder dem Interesse der Handlungsgeselschaft dadurch Eintrag geschähe. Obdieses nun gleich dem Freiheitsbriefe der Geselschafc zuwider war, so setzte sich doch die-selbe nicht nur nicht dagegen, sondern beförderte es sogar, weil sie wohl einsähe, daßsie sich allein gegen die Macht der Holländer nicht würde behaupten können, und daßdie Hofnung ihres künftigen Gewinns von dem- Erfolg dieses Geschwaders abhiug. Eswurde daher gewissen Personen eine Volmacht ertheilet, worinne besonders die Sen-dung einer bestirnten Anzahl Schiffe nach Osten namhaft gemacht wurde, und dersel-ben zu Folge wurden auch sechs grosse Schiffe ausgerüstet u). Es wird nicht gemeldet, inwas für einem Jahr diese Unternehmung eigentlich geschehen: den Umständen nach schei-net es aber diejenige zu seyn, welche der Prinz Ruperr so nachdrücklich unterstützte, daman eine Factorey in Madagastar zu errichten willens war. Sir XDlllram Cour-ts», einer von den grossen Beförderern dieses Entwurfes, trug seiner Seirs eine er-staunliche Summe, nemlich auf hundert und zwanzigtausend Pfunde- zu Ausrüstungder Flotte und zum Einkauf der Ladung bey. Ihr Erfolg in Indren stimmet- minderGrösse der Zurüstungen und den erhitzten Erwartungen überein; allein die Hollän-der, welche vor allen Dingen befürchteten, daß die unmittelbare Handlung der Eng-länder nach Ostindien wieder aufleben möchte, wenn sie nicht gleich den erstenEinkauf an sich zögen, fielen sie auf ihrem Rückwege mit einem Erfolg an, der die Urv-ternehmung fast gänzlich vereitelte. In diesem Gefechte wurden zwey der grösten eng-ländischcn Schiffe, nebst ihrem gesinnten Schstsvvlke und Ladungen versenket, wovonsich die letztem auf hundert und funfzigtausend Pfund beliebn >-). Dieser widrige Zu-fal machte indessen die Unternehmer nicht muthlos. Diereichen Ladungen erregten ihreBegierde nach Gewinn in einem grossem Maase, als die Furcht vor der Gefahr und derzu wagende Verlust solche verminderte. Es wurden demnach das folgende Jahr siebenSchiffe von eben denselben Mitgliedern der Handlungsgeselschaft und mir eben demsel-ben Schicksal, wie das vorigcmal, abgeschicket. Sie wurden in Indren überal wohlaufgenommen, setzten ihre Ladungen ab, und legten ihr Geld sehr wohl an: als sie abermit Waaren von einem unsäglichen Werthe zurück kehreten, so wurden sie zum zweiteN-male von den Holländern angegriffen und geschlagen. Dieses Unglück wurde blos derNothwendigkeit zugeschrieben, daß sie sich theilen und verschiedene Reisen nach verfehle,denen Gegenden Indiens thun muffen. Ein Sehst, das bey der Insel Mauritiusstrandete, ward den Holländern zur Beute, und war, aller vorgegebenen Leutseligkeitderselben und aller ihrer versprochenen Freundschaft und Hülfe ohnerachtet , für dreEiaentbümcr ein wirklicher Verlust von zehntausend Pfunden. Einem andern begegne-ten zwey der holländischen Handlungsgeselschaft zugehörige Kriegsschiffe, welche dasselbeöffentlich angriffen, wegnahmen und es nebst eurer sich bis auf fünf und siebcnzigtau-senv Pfund belaufenden Ladung zur Prise machten, nachdem sie den Capital» und dieHälfte des Schifövolkcs in dem Gefechte getodtet. Die übrigen wurden nach Bars-via gebracht, wo man sie nebst der englaudischcn Fahne im Triumph durch die Stras-sen der Stadt schleppete und den unmenschlichen Beschimpfungen des Volks und denVerspottungen des Pöbels blosstellcte p). Durch diese Gewaltthätigkeiten wurden ^ >

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