4.Hauptst. r.Abs Schicksale der englandischen Hattdlungsgeselschaft. uz
meisten von den Handelsconsortm gänzlich zu Grunde gerichtet, und die übrigen von derfernern Befolgung eines Entwurfes abgeschrecket, womit nichts als Unglück verbundenwar. Also mtslang diesen patriotischen Bürgern der Versuch, die engländische Hand»lung nach Gsrmdren wieder herzustellen; ein Versuch, welcher der Absicht nach ssrühmlich, als in dem Erfolge unglücklich war. Ohnerachtec der vielen Schwierigkeitten, mit denen König Carl zu kämpfen hatte, und der vielen Verwirrungen, welcheseine lobenswürdige Absichten vereitelten, unterlies er doch nicht, für die Angelegenhei-ten der Handlungsgeselschaft zu sorgen. Die verschiedenen Vorstellungen, Bittschrif-ten und Drohungen, welche man gebrauchte, hatten weiter keinen Erfolg, als daß siedie nichtsbedeutende Vergütung und Ersetzung voll fünf und achtzigtausend Gülden aus-wirkten; eine Summe, welche nicht dem hundertsten Theile von dem unmittelbarenVerluste und dessen Folgen gleichkam r).
§. 58 .
Nun triumphirten die -Holländer in dem Grient ohne Nebenbuhler, und die Sie werdenenglandische Handlungsgeselschaft sahe sich hingegen genörhiget, sich nicht nur ihrer ge- gezuch-
grunveten Rechte, sondern auch der Handlung überhaupt verschiedene folgende Jahre einen
hindurch zu begeben, weil die innerlichen Zerrüttungen alle Aufmerksamkeit auf so ent- frieden mitfernte Angelegenheiten verbanncren. Die Folgen dieser unglücklichen Regierung müssen Crvmwellen.wir mit gänzlichem Stilsihweigen übergehen, indem man eine lange Reihe von Jahrenhindurch keine Denkmäler von Begebenheiten der Handlungsgeselschaft findet, wenn sieanders wahrend diesem Zeiträume wirklich als eine Geselschaft fortdauerte. Einen sobetrübten Einfius hatten, bey einem so kritischen Zeitpuncte noch dazu, die einheimi-schen Verwirrungen auf die ausländische Handlung, da sie zu einem so hohen Gradehätte gebracht und für die Nation zu einer Quelle des Reichthums und der Ehregemacht werden können. Es ist in der That eine fürchterliche und traurige Scene, wel-che dem englandischen Leser noch niemals deutlich vor Augen gestellet worden, und wennwir derselben jetzo durch ihr Labyrinth von unglücklichen Folgen nachgehen wolten, sowürden wir mehr ein Trauerspiel als eine Geschichte schreiben müssen. Die uner-
Meslichen Reichthümer und Seemacht, so die -Holländer erlangt hatten, bewogen sie,sich durch die gänzliche Unterdrückung unserer Seemacht noch immer grösser zu machenäu suchen. Sie wurden zu diesem Vorsätze durch die Meinung verleitet, als wenn sichdas Parlament, das auf einem ungewissen und schlechten Grunde stünde, schwerlich zucitier Zeit zu einem ausländischen Kriege entschließen würde, da es nach den StrapazenUnd der Unterdrückung innerlicher Empörungen ausruhete. Hierinne fanden sich dieHolländer betrogen. Denn so ungerechter Weise das Parlament die Macht, so esöesas, auch erlangt hatte: so mus doch zugestanden werden, daß es selbige zur Ehreder Nation gebrauchte. Der Krieg zwischen den beiden gemeinen Wesen würde ange-kündiget, und die Holländer litten für ihren Stolz die gebührende Strafe, und hattenUrsache, sichs gereuen zu lassen, daß sie der angreifende Theil gewesen. Sie sahen sichNach vieler Einbuße zur See, gezwungen, um Frieden zu bitten, der ihnen auch zuge-nnndtn und zu XVestmünfter im Jahr i65 4 den fünften April unterzeichnet wurde.
Durch diesen Friedensschlus gaben sie Eromwellen die Genugthuung, welche sie den
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