Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
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4.Hauptst. r.Abs. Schicksale der englandischen Handlungsgeselsthaft. i

wirklich eine Unterschreibung von 800000 Pfund Sterling geschahe c). In diesenUmständen befanden sich die Sachen/ als Carl der'zweite durch die Geschicklichkeit undKunstgriffe des General LNonks wieder auf den Thron gesstzet, und die alte Staats-verfassung wieder hergestellet wurde. Es war eine von den ersten Beschäftigungen un-ter der Regierung Carls, der Handlungsgeselschaft denjenigen Beistand und Schutzangedeihen zu lassen, der zur Wiederherstellung und Bevestigung ihres Handels nöthig war.Er vcrwiliigte ihr einen neuen Freiheitsbrief, der vom zten April 1661 datiret war:und erlaubte ihr auf jeder Reise bis auf 15 ovoo Pfund ««gemünztes Gold und Silber aus-zuführen, doch mit dem Beding, daß so viele ausländische Gücher dafür wieder einge-führet würden. Er bestätigte ihr Ausschliessungsrecht und erlaubte ihnen, Privatkauf-leuten die Freiheit zu geben, daß sie unter dem Namen der Landhandelsleute in In-dien von einem Hafen zum andern handeln könten. Die Geselschafc erhielt auch so,wol in bürgerlichen als Kriegsangelegenheiten eine obrigkeitliche Gewalt, nebst derFreiheit, mit den Ungläubigen in Indien Krieg oder Frieden zu machen. Solte aberdieser Freiheitsbrief der Nation zum Nachtheil gereichen, so behielt man sich vor, daßer in diesem Fall drey Jahre nach geschehener Anzeige aufgehoben und ungültig seynsolte.

§. 6r.

Der König hatte sich nicht so bald mit Portugal wegen seiner Vermählungmit der Jnfantin in Unterhandlungen eingelassen, als beschlossen wurde, diese Gelegen-heit zu ergreifen, um die Abtretung eines bequemen Hafens und Handelsplatzes fürdie ostindifche Geselschaft, als einen Theil von v-v Jnfantin Mitgäbe, zu erhalten.Also kam die wichtige Insel Bombagen die Hände d n E ngländer, ,vorm„e sie nachherbeständig geblieben und eine von den vortheilhaftestel^lliederlagem in Indien gewordenist. Der Boden derselben ist zwar , wie man gestehen mus, unfruchtbar, und die Luftungesund; allein ihre Lage' machet den O^t wichtig, und das- nachfolgende Glück derHandlungsgeselschaft beweiset, daß die Erlangung derselben einer von den grössestenVortheilen ist, den sie jemals schalten. Nach der Vermählung des Königs wurdeein Geschwader unter der Anführung des Lord Marleburgh abgeschickt, um den Be-sitz und die Belehnung davon auS den Händen des Vicekönigs zu empfangen, der von sei-ner portugiesischen Majestät Befehl dazu erhalten hatte. Seine Herrlichkeit segelte mit ei-ner Flotte von fünf Kriegsschiffen, auf welcher sich der ernante Gouverneur AbrahamShipman befand, ab, und kam nach einer glücklichen Reise im September i6zzauf Bombay an. Der Vicekönig war geneigt, den VerhaltungSbefehlen Sr. Maje-stät nachzukommen; allem die heftige Widersetzung der Geistlichkeit, welche die .Inselan keine Ketzer abtreten wolte, machte ihn so furchtsam, daß er ihren Maasregeln bei-trar, und seine neue erlangte Würde zu behaupten beschlos d). Es ist wahrscheinlich,daß der Ehrgeitz sowol als die Religion einigen Einstus auf den Vicekönig haben moch-ten; g«wis aber ist es, daß seine hartnäckige Weigerung, die Insel zu übergeben,den Lord Marleburgh nöthigte, sich mit der Flotte Erfrischungen halber nach derRhede Srvally zu begeben. Der Gouverneur von Smat, unter dessen Gerichtbar-keit Bombay stund, drohete der engländischen Factorey zu Surat, wo die engländi-schen Völker nicht wieder eingeschiffet würden, weil sie zu furchtbare Nachbarn für ihn

P z wären;

») Ebendas. IiiMchen Dodsleys Vol. t) Hamilkons Mt. >r>6. Vvl.».

England be-kamt Bom-bay und über-lässet eS derge-seischaft.