Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
119
JPEG-Download
 

4-Hauptst. i.Abs. Schicksale der englandischen Handlungsgeselschaft. 119

kunst, ZOO Schritte weiter gegen Mittag hin einen weit bequemem Ort hatte zeigenkönei,V). Es wurden auch verschiedene andere kleine Forrs und Schanzen an bequemMen Orten errichtet, um die Insel gegen Anfalle sicher zu stellen 0).

§. 62.

Mitlerweile waren die Holländer eine beträchtliche Zeit dein schon langst ge- DkegeselschaftMachten Entwürfe, den ostindischen Handel ganz allein au sich zu ziehen, gefolget. Die bemühet sichvorige Regierung hatte ihnen Gelegenheit gegeben, dieses Vorhaben grossen Theils B^mnn^wie--ins Werk zu richten. Die Zwischenregierung fing an die Handlung wieder zu beleben ;^r zu «rsrund da nun der Hof dem für das Commercium Vortheilhaften Plan beitrat, so fing die bern.englandische Handlungsgeselfchaft einmal wieder an, einiges Aufsehen in Indien zu ma-chen. Die Holländer beschlossen, dieses durch ein Mittel zu verhindern, welches ebendie Wirkung thun muste, als wenn sie die Engländer unmittelbar angegriffen harten»nemlich so lange beständig Krieg mit den Landeseingebornen zu führen, bis sie solche ssweit brächten, daß sie alle Ausländer, bis auf sie, aus dem Lande vertrieben C). Der

Krieg

vh Hamilrou Vol. I. p. 8;.

B) Was die Grösse, Gestalt und Materia-lien des Forts anberrift, so ist, sagcc Capicai»-Hamilron, kein merklicher Fehler dabey began-gen worden. Es ist ein von vortrcstichcn harrenSteinen erbaucteS regulaires Viereck, dessen äus-seres Polygon ohngefthr ;oo Schritte ist. Eskönnen hundert Stück Canonen auf demselben ste-hen, und dieses ist alles, was gutes von ihn» ge-sagt werden kan. Es hat nicht eine einzige frischeWasserquelle; und eben dieser Umstand, macht,daß im Fall einer Belagerung alle seine Vestungs-werke wenig oder gar nichts helfen, weil es sichdem Feinde, ivenn derselbe ein wenig Gedult hat,auf Gnade und Ungnade ergeben mus r i).

C) Ww finden in dem ersten Bande des müh-samen und mit vielem Fieis ausgearbeiteten Ralphein Verzeichnis von dem Verlust, wofür die Engeländev im Jahr 166; Genugthuung verlang-ten. Die von der o»kindischen Handlungsgesel-sit-aft überreichte Artikel sind folgende:

I. Die Maiblume, unter den Befehlendes vv. Lurtis, wurde im Jahr i6;8, ohuer-achtet der von der Königin erlangten Erlaubnis,t'rin Balshaazer, dem holländischen Admiral,verhindert, zu Achen zu handeln; es wurden von^em gedachten-Holländer ;8?8 Pfund Pfefferweggenommen und Lurtis gezwungen, leer ab-ö"reism.

ich Der Drache, unter dem Befehlshaber47 . Laddiford, wurdeimJahr > 588 (id;8)von dem Gouverneur vonBaravia ander Hand-Mg zuLanram verhindert, und nach einem langen

Verzüge ohne Ladung wegzusegeln gen öthiget. Darher wurde er gezwungen, >o lange in Indien zubleiben, bis seine Lebensrnittel verzehret warenund sodann zu einer unbequemen Jahreszeit zu-rück zu kehren, wodurch er verloren ging. Hier-von wüste man den roten Jenner i;88 -1589(i6;g) zu London nichts.

III. Die Nachricht, unter R. MaynesBefehlen, wurde im Jahr i z;« (1658) auf gleichtWeise gezwungen, leer von Banram abzusegeln.Hiervon war i6;y zu London nichts bekant.

IV. Das Schis VNarggDld, unter dem Be-fehlshaber I. Lornis, hakte ein gleiches Schick-sal, nur mir dem Unterschiede, daß die holländi-schen Schiffe in dem Hafen von Bantam aufdasselbe feuertcn-

V. Im August 1659 fiel Peter de Goyev>der Principal der holländischen Factorey zu Iam-bee, in Sumatra, mit 40 -Holländern undi;o bewafneten Sclaven, in die englandischeFactorey an gedachtem Orte auf eine feindleiigeWeife ein, und plünderte dieselbe zu grossem Nach-theil der Handlungsqeselschast.

VI. Das Ranfmansvergnügen, unterdem Befehlshaber I. Bell, wurde im Jahr1659 von einigen holländischen Schiffen verhin-dert, in den Hafen von Bantam einzulaufen:und daselbst zu handeln.

VII. Der Kaufmann von Lonsrankino-pel, unter dem Befehlshaber R Brown,

-urdc, als .er im Jahr ,659 zwischen Vingo-l.a und Eva. an der Küste von Indien hinsegel

«r.

-1) Lamilwn Vol. 1. x.izfl.