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XM.Vuch. Historie der ostindisthen Handlungsgeselschaften.
Krieg brach nicht so bald aus, da sie ihre Rache so gleich gegen die Engländer rich-teten, woriime sie vermittelst ihrer überlegenen Macht in diesem Welccheile, gemeiuig-lich glücklich waren. Als es aber zwischen England und Holland zum Frieden kam,so fingen sie wieder mit den Landeseiugebornen an, und unterstützten den Prinzen vonJava gegen seinen Vater so lange, bis die Javaneser, aus einem Grunde der Selbst-erhaltung, unsere Handluugsgeselfihaft nothwendig ausschlössen. Der Verlust dercnglandischen Factorey zu Bantam hatte einen grossen Einflus in die Angelegenheitender Geselschaft. Sie entschloß sich daher, einen für ihre Handlung so wichtigen Ortwieder zu erobern, es möchte auch kosten was es wvlte. Man machte in dieser Ab-sicht grosse und außerordentliche Zurüstungen. Es wurde im Jahr ibzZ eine Flottevon drey und zwanzig Schiffen, worunter viele sechzig bis siebenzig Canonen führeten,ausgerüstet und völlig segelferkig gemacht. Es wurde ein Corps von 8 ooo MannLandtruppen auf dieselbe eingeschiffet, und es zweifelte kein Vernünftiger, daß eine sol-che Macht die Factorey wieder herstellen und den Stolz der Holländer demütbigmwürde h). Allein der verderbte Hof richtete die Sachen anders ein. Die Verschwen-dung erzeugte den Geitz, und diese unersättliche Leidenschaft machte die Regierung ge-, gen alle Ehre gänzlich blind, und brachte die laut rufende Stimme der Redlichkeit,des Gewissens und der Liebe des Vaterlandes, zum Stilschweigeu. Es wurde dieserFlocte unter allerley Vorwande verboten, innerhalb neun Monaten auszulaufen; alleines geschahe in der Absicht, grosse Geldsummen von der Handlungsgeselschaft zu erpres-sen. Als endlich die Zeit zu Ende lief, so verhinderte der holländische Abgesandte dieUnternehmung dadurch gänzlich, daß er gewisse hohe Personen mit 100,200 Pfundbestach; eine Handlung, welche der lohnsüchtigen Regierung dieses schwachen und la-sterhaften Prinzen einen unauslöschlichen Schandfleck angehangen hat. Also wurdendas Beste und die Ehre des Königreichs, und die Rechte einer durch Gesetze errichte-ten und von allen Vorgängern dieses Monarchen unterstützten Geselschaft gegen einschlechtes Geschenk von einer eben nicht alzu beträchtlichen Summe Geldes vertauschet.Larl verstand, wie nicht geleugnet werden kan, die Handlung, und er würde der-selben gewis aufgeholfen haben, wenn ihm seine unordentliche Leidenschaften und aus-schweifende Begierden verstattet hätten, einige Aufmerksamkeit auf die Mohlfarthseines Volks zu richten. Er bewies seine Neigung durch die neuen Freiheiten, welcheer der Geselschaft das Jahr nach seiner Wiederherstellung ertheilete. Die Handlungö-geselschaft fand in seinem Bruder, Jacob, dem zweiten, einen noch weit mächtigern Be,schützer und eifrigern Beförderer. Larl hatte ihr in dem acht und zwanzigsten Jahrseiner Regierung einen neuen Freiheitsbrief ertheilet, und denselben in dem fünf unddreißigsten ausgedehnet; allein sein Nachfolger erweiterte nicht nur die Freiheiten derGeselschaft, sondern theilete auch gewissermaßen seine Oberherrschaft mit ihr i). Er
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te, von einer holländischen Flotte angegriffen und s. w. vorgeschossen worden. Dieses waren diedemselben 1978 Granaden, eiserne Stücken Artikel, welche die Handlungsgeselschaft überreich-und ; metallene Mörser weggenommen. te, und die nebst der westindischen Kaufleuten ih-
VIII. Geld, so im Jahr 1661 den -Hol- ren n. s. w der Schauplatz waren , auf welchenmildern für Lebensmitte', Kriegsbedürfnisse u. der folgende Krieg gebauet wurde 22),
2 r) Ralph Vc>1. i, p. ,»c>.