4.Hmrptsi. i.Aös. Schicksale der engländischen Handlungsgeselschaft. 129
Ausdrücken mn die Wiederauslieftrung der Flotte. Er versicherte ihn, daß er sich bis- und ist glück-her niemals in seine Streitigkeiten mit den Einwohnern von Surat gemischet, und lich.daß er ferner ein gleiches zu thun entschlossen sey, wo ihn die Verweigerung einer so ge-rechten Anforderung nicht nöthigte, seine Maasregeln zu andern. Hierauf ertheilet«
Sir Johann Child eine Antwort voller Stolz, und befahl, die weggenommenen Schis,fe in Bombay auszuladen. Sedee Nacoup lies ihn nochmals auf eine entscheiden-dere Weise, als das erstemal, darum ersuchen, indem er ihm drohete, wenn die Flottenicht den eilften Februar losgelassen wäre, so wolte er sie den 14ken gewis mit einerArmee in Bombay zurück fordern. Da hierauf gleichfals eine stolze Antwort erfolg-te; so kam der mogulsche General seinem Versprechen mit der grösten Genauig,keit nach, und landete mit 20000 Mann bey Gomree, einem vier Meilen von demHauptfort entlegenen Orte r). Stolz und Ruhmredigkeit sind selten mit wahrer Ta-pferkeit verbunden. Chrld war durch seine Sicherheit nicht nur verhindert worden,die gehörigen Maasregeln gegen eine solche Unternehmung zu ergreifen; sondern seineFurcht benahm ihm auch jetzo die nöthige Gegenwart des Geistes. Bisher hatte er sichauf das Ansehen und auf die Macht der Gesclschaft verlassen, die jetzo in Indien grös-ste war, als jemals; nachdem aber dieser Schirm weggenommen worden, so sank er inseine natürliche Zaghaftigkeit und Kleinmuth herab. Es war wirklich eine hinlängli-che Anzahl von kleinen Booten vorhanden, womit man sich der Landung des Feindeshätte widersetzen und denselben abtreiben können; allein die Verwirrung, die mit einer sounerwarteten Gefahr verbunden war, machte dieselben unnütz. Man dachte nicht andieselben, weil die Aufmerksamkeit des Generals mit weniger wichtigen Dingen oderMit seiner eigenen Furcht beschäftiget war. Sedee Uacoup überfiel die Schanze,welche an dem Orte lag, wo er landete, und die Besatzung zog sich aus derselben her-aus , nachdem sie einen Lermschus aus einer Kanone gethan hatte. Auf einmal wurdendes Morgens drey Kanonen von den; Castel abgefeuert, um die Annäherung des Fein-des überal kund zu machen; und dieses setzte die ausserhalb der Vestung befindlichen Ein-wohner in eine solche Bestürzung, daß die Weiber, sowol weisse als schwarze, mit ih-ren Kindern in den Armen und halb nackend nach dem Castel liefen, wo sie, als mansie nicht hineinlassen wolte, blieben, bis es Tag wurde. Ohnerachtet das Fort Maga-Zan vierzehn Stück Kanonen und eine fast unzugängliche Lage hatte, so wurde es dochbey der Annäherung des Feindes von der Besatzung verlassen, ohne daß dieselbe kaumeinen Schus gethan hatte. Die zaghafte Flucht des befehligenden Ossicrers war so eil-fertig, daß er den Mohren alles zur Beute zurück lies. Zehn Kisten mit Golde, inderen jeder sich tausend Pfund befanden, und vier Kisten mit neuen Waffen wurdenunter andern Dingen von dem Feinde weggenommen, ob sich gleich die Schifsleuteerboten, dieselben sicher wegzubringen. Wie diese aber nach Magazan gekommen,das hat noch nicht aufgekläret werden können; und das Vorgeben des Officiers, als obdem Feinde ein Geschenk damit gemachet werden sollen, war nicht wahrscheinlicher.
Allein der seltsamste Umstand unter allen war vielleicht der, daß dieser Off-eier nie-Wals zur Rechenschaft wegen seines Betragens gefordert winde. Mörser, Bomben,Kriegsbedürfnisse und Lebensmittel sielen dem Sedee gleichfals in die Hände. Dieser
Befehls-
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A-W.H. 26.TH. rr.H-8.Th.
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