4.Hauptst. i.Abs. Schicksale der englandischen Hüttdlungsgeselschaft. rzy
Gouverneur war ein Mann, der weit von lasterhaften Grundsätzen entfernt war, derein gutes Herz und überhaupt ein angenehmes Wesen hatte; doch beging er Handlumgen, die seinem Ruhm sehr nachteilig waren. Der Capitain Hamilton führet un-terschiedliche Beispiele hievon an; es wird aber für unsere Leser genung seyn, nur einsoder zwey davon anzuzeigen, welche beweisen, wie nöthig den Angelegenheiten der Ge,selschaft eine völlige Verbesserung war. Ein junges Frauenzimmer, eine Tochter desHerrn ward, deren Anverwandte todt waren, heirathete einen jungen Herrn, denste liebte, auf eine geheime Weise, welches nach den bombayschen Gesetzen nicht erlaubtwar. Weil sie etwas Vermögen hatte, so trennete der Gouverneur, der sie gernemit seiner Familie verbinden wolre, ihre Ehe mit dem Herrn Loyd, und brachte eineHeirath zwischen seinem Sohne und diesem Frauenzimmer zu Stande. Er wird auchferner deswegen getadelt: Der Capitain eines chinesischen Schiffes, der sein Freundwar, hatte dem Schifsvolk mit so vielem Stolz und Tyranney begegnet, daß ihm das-selbe alle mit einander davon lief. Gayer brachte sie alle mit Gewalt an Bord, undnöthigte sie, ihre Reise fortzusetzen. Die Folge hiervon war, daß sich das Schift,Volk empörete, den Capitain ermordete, sodann Seeräubcrey trieb, die Strasse vonH?alacca unsicher machte, und daselbst alle Schiffe, die es überwältigen konte, weg-nahm unv plünderte. Der Dorre!, unter dein Capitain Hide, sties auf dasselbe, daes dann zu einem heftigen Gefechte kam, worinne der Dorre! sechzehn Mann verlohr,sein Tauwerk vernichtet und das Schis selbst beschädiget wurde; aber durch die Ge-schicklichkeit des Capitains noch mit genauer Noth entkam. Sir Johann Gayerwird auch deswegen getadelt, daß er sich nebst seiner Gemahlin in der Gwallystrasseauf Befehl des Gouverneurs von Surat, gefangen nehmen lassen. Da er leichtlichhätte entkommen können, so wurde es für eine schlechte Klugheit gehalten, sich an die-sem Orte aufzuhalten, wo er sein Geld vortheilhafter anwenden konte, als in Bom-bay b). So war auch das Betragen des Sir rlicslaus Watte, der in dem Gou-vernement von Bombay folgte, nicht weniger strafbar. Sein liederliches Leben, sei-ne offenbare Verkehrung des Rechts, seine Treulosigkeit und niederträchtige Kunstgrif-fe, brachten die Einwohner und Soldaten der Insel dergestalt auf, daß sie ihn in Ver-haft nahmen und gefangen nach England schickten. Seine Regierung dauerte zwarnicht lange; demohnerachtet aber war sie doch sowol der Geselschaft als Privathandels-ieuten sehr nachtheilig. Von der Zeit an, daß sich der Präsident zu Surat aufhaltenMüssen, stand Bombay unter der Verwaltung eines vom Gouverneur ernanten Be-bolmächtigten. Der Krieg und die letztere Pest hatten eine solche Verwüstung unter denEuropäern auf der Insel angerichtet, daß von achthundert Engländern nicht übersechzig übrig geblieben waren. Also ward Bombay aus einem volkreichen und angenehmenDrte eine einsame und traurige Wüste. Dem ohnerachtet blieb der Geist der Ungerechtigkeit"och immer da, und er konte weder durch Krieg noch durch Pestilenz unterdrücket wer-^n. Man verweigerte denen, welche am Leben geblieben waren, die Freiheit, in ihrVaterland zurückzukehren, und erlaubte ihnen auch nicht, ihr Glück in Indien durch Pri-vathandel zu suchen. Sie mnsten in den Diensten der Geselschaft, unter der Geiste!
Gewalt, des Stolzes und der Unterdrückung bleiben, ohne dabey den geringsten
Schein
b) Hamilw« Vol.,.
A.W.H.26.TH. rr.H-8.Th.
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