4.Ampfst. i.Ms. Schicksale der etigläkidischen HandltttigsZeselschüst. IZ9
gegeben. Es wurde bewiesen, daß unser Handel in Bengalen, der in einer Zeitvon 2Z Jahren von 8000 Pfund bis z00000 Pfund das Jahr gestiegen, durch seinschändliches Betragen nunmehr fast wieder in sein voriges Nichts zurück gebracht wor-den wäre. Es wurde der Geselschaft noch ferner von ihren Feinden vorgeworfen, daßsie durch ihre schändliche Nachläßigkeit die Insel p-leroon verlohren, welche, ihrerUnschahbarkeit ohnerachtet, von nicht mehr als zwölf Mann, der Besatzung eines holezernen Forts, vertheidiget worden, das nur zum Schein errichtet gewesen und nicht zurVertheidigung gebraucht werden können. Daß sie für die Hälfte der Zölle von Gom-broon, welche ihnen von Rechts wegen zugehöret, eine nichtsbedeutende Vergütungvon ohngefehr -««o Pfund jährlich genommen. Daß sie dadurch, daß sie Stimme«Mit Portionen und nicht mit Personen verbunden, und jedem Zoo Pfund Capital eineStimme gegeben, einen gewissen Mann (Lhrld) in Stand gesetzet, sich zu grossemNachtheil der Handlung eine Gewalt über alle übrigen anzrrmassen. Daß, diesen elen-den Grundsätzen zu Folge, der Fond den Fond regieren müste, und daß derjenige, der dasMeiste Geld hätte, folglich auch die gröste Gewalt haben müste. Daß es in Ansehungder drey letztern Jahre bewiesen werden könne, daß der gemeinschaftliche Fond durchgeheime Contracte und unerhörten Abzug, wobey es nicht ohne die ungerechtesten Be-krügereien abgegangen, um 10000« Pfund gebracht worden. Daß der Handel nichtnur an Engländer, sondern auch an Ausländer vermiethet worden, welche man, zumNachtheil der Geselschaft und zur Schande der Nation, ersuchet, die Schiffe der Gesel«schaft befrachten zu helfen. Daß sie sich, zu Folge eines dadurch begangene» Hauptfeh-lers, daß sie nur die eine Hälfte von der anfänglich unterschriebenen Summe genom-men, wegen eines geringen Fonds in die gröste Verlegenheit gesetzt gesehen; und daßsie, um sich zu helfen, statt die übrige Unterschreibung einzufordern, 2,000,000 Pfundauf Zinsen geborget, wodurch die Handlung in einen gefährlichen und fast unheilbarenZustand gestürzt worden. Daß die Actien auf eine ungerechte und unbillige Weise, undohne Rücksicht auf den wirklichen Fortgang der Handlung, sondern blos nach Ehrgeitzund Geldbegierde gerheilec worden. Daß sie vom Februario 1677 bis zürn Januarior6zr, 741,647 Pfund herausgenommen und zwey Monate nachher ihre Actien ver-doppelt, welches zusammen 1,109,67; Pfund machte, und alles dieses von einem Ca-pitalvon 569,891 Pfund, als der von den Unternehmern bezahlten Hauptsumme, wobeysie noch überdis 30000« Pfund angewandt, um sich bey Hofe in Gunst zu setzen und Ge«schenke zu machen °). Decher und vermittelst eines solchen Betragens gerieth der Fond ineine,, so schlechten, schwachen und kraftlosen Zustand, daß sie ihn, an statt die Keusch-heit ihres jungfräulichen Credits durch eine fortgesetzte richtige Bezahlung zu erhalten,dadurch zu einer ehrlosen Hure machte, daß sie einen Zettel an die Thür der Schatz-kammer heftete, worinne bckant gemacht wurde, daß bis auf eine gewisse bestirnte ZeitNichts weiter bezahlet werden solle. Dieses, sagten die Feinde der Geselschaft, wärefür ihr ärgerliches Betragen und für ihren Stolz eine unerhörte Sache, und bewiesdeutlich, daß die Direkteres so mit Theilen beschäftiget gewesen, daß die Verbindlich-keit zu bezahlen vergessen worden §). Allein die Hauptklage gegen die Geselschaft be-
S 2 stand
t) Ralphs'Kilt. Lnxl. V» 1 . 2 . lud ^nno >691.
i) Herr whire Nennet dieses, in seiner handgreiflichen Nachricht von dem indianischen Handel,