,88 XIII. Buch. Historie der ostmdischen Handlungsgeselschaftm.
„nicht, was unsere hochgebietcnde Herren zu thun willens seyn werden, und daher kau„ich ihnen hiermnen keinen Rath ertheilen. Ich bin
mit vieler Hochachtung u. s w.unterzeichnet
Lunttlngham.,,
Dieser Herr ward nachmals Präsident von Bansirr, wo er ein gleiches Un-glück hatte, indem die Factorey von den Landeseingebornen zu Grunde gerichtet wurde,«he er noch zehn Tage daselbst gewesen, ob dieses gleich nicht auf eine so klägliche Weistgeschahe. Auf puls Londore wurden folgende Herren von den dNacastarn ermor-det. Herr Latchpole, Gouverneur, die Herren Rldges, Rashrvell, Füller,Anst, Emneec, Manfield, Loulc, Grratford, Herring, Watts, Walron,Ormond, Hill, Bensley, Lindsey, Omans, Bradford. Einige Tage nach-her wurden von den Lochmchinesirn ermordet, die Herren Loyd, pomnger,Townshend, Savage, Sr. Paul, Hudson, Dorochy, pennyman, L'snch,Lellon Lorneltus, Rldges; viele von diesen waren von niedrigem Stande undDomestiquen oder Handwerksleutc. Wir können nirgendswo finden, daß die Hand-lungsgeselschaft jemals ihre Effecten wieder bekommen oder Genugthuung wegen dieses er-littenen Schadens und grausamen Verfahrens erhalten. Es ist gar wohl möglich, daßdie Entfernung dieses schwer gemacht haben kan a).
§. 95 .
Versetzung Im Jahr 1719 hatte der Gouverneur und der Rath zu Bmcoulett beschloß
der factorey zu stn die Factorey wegen ihrer ungesunden Lage einige Melken weit von dem Orte, woDencoolen sie sich damals befand, weg zu verlegen. In dieser Absicht wurde der Platz zum Fortam. Marlborough ausgesuchet und die Arbeit daran mit grossein Eifer fortgesetzet; ab^ ' lein der Rath hatte nicht genug auf die Gesinnungen und Neigungen der Landeseinge-bornen gesehen, als welche über dieses Unternehmen höchst misvergnügt waren. Manhatte vorher sthon einige Eifersucht und einigen Haß bey ihnen bemerket: allein weilsolche nicht zum Ausbruch kamen, so «reichte sich die Factorey nichts daraus. Als dieLandeseingebornen bemerkten, daß man mit einem solchen Eifer an dieser neuen Ve-stnng arbeitete: so verstanden sie die Absicht der Engländer dabey unrecht und legtendieselbe so aus, als wenn sie einen Anschlag auf ihre Freiheiten hatten, oder als wen«sie wenigstens ein Mistrauen in ihre Zuneigung sitzten. Diese Meinung fastete Wur-zel und breitete einen solchen Geist der Empörung unter ihnen aus, daß man aufnichts geringeres als auf einen algemeinen Aufruhr und auf eine gänzliche ZerstörunSder Macht, welche man zu fürchten anfing, dachte. Sie wüsten indessen ihre Gest"nungen so geschickt zu verbergen, und liessen so wenig Misvergnügen oder Rachsuchtvon sich blicken, daß die Engländer in ihrer Arbeit fortfuhren, ohne das geringste voUdem, was man gegen sie im Sinne hatte, eher zu vermuthen, bis auf den Augenblick,da es ausbrechm wolle b). Der folgende Brief von dem Rath zu Bcncoulerr anseph Lollet Esst. Gouverneur des Forts St. George, wird die ganze Sache am bessertzeigen und den Ausgang der Zusammeiwerschwörung in das glaubwürdigste Licht ssficU-,.Mit der grösten Betrübnis melden wir euch das Unglück, das uns und die„gelegenheitcn unserer hochgebictenden Herren seit unserm letzten Berichte betroffen
6) Lockxcr S.yo.lk. s.
b) Haimlwit Vvl. r. c. 4.