Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
207
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4. Hauptst. i.Abs. Schicksale der englandischen Handlungsgeftlschaft. 207

dem Hrn. B-urdonnais alle Minen, alle Gegenminen und alle übrige mit Pulver ge-ladene unterirdische Werke völlig entdecket und angezeiget werden T) t).

§. ro?.

Weil BstrrdonttalS keine Verhaftungsbefehle zu Errichtung einer neuen BourdonnaisNiederlage hatte, so ist klar, daß er nichts anders thun konte, als entweder stine Er- maä-t sich an-oberung zu zerstören, oder sich wegen eines Lösegeldes zu vergleichen. Dieses letztere chi gnviftwar sowol seiner Denkungsart als seinem Interesse am gemassesten; und weil er weiter h-s lösegcldNichts versprochen hatte, als daß es auf eine freundschaftliche Weife zu Stande gebracht wieder herauswerden solte, so verlangten die Abgeordneten eine fernere Erklärung von ihm. „Mei, zu geben.

„ne Herren, sagte Hr. Bourdonnais, Ehre verkaufe ich nicht. Die Flagge meines„Königes n-ms über Madrast stiegen, oder ich will vor den Mauren desselben sterben.

„Was die Loskaufung der Stadt anbetrift, so sollet ihr mit mir darinne, so wie in allen„übrigen Dingen, zufrieden seyn. „ Sodann nahm er einem von den Abgeordneten denHut und sagte: „Dieser Hut ist sechs Rupien werth. Ihr solt mir aber nur dreye oder„viere dafür geben; lind auf diese Weise wollen wir uns auch wegen anderer Stücke„vergleichen.,, Die Abgeordneten wurden durch diese edle Antwort, und durch dieFreimüthigkeit und Grosmuth des französischen Admirals zum Stilschweigcn gebracht,und Hr. Halliburton begab sich nach der Stadt, um die vom Hrn. BourdonnaisUnterzeichneten Bedingungen dem Gouverneur und Rathe zu überbringen. Er kamauch noch an eben demselben Tage mit den vom Gouverneur und Rathe angenommenenArtikeln zurück. Bourdonnais rückte demnach mit einem Theil seiner Truppen indas Fort ein, und nahmwon den Magazinen, Waarenlagern und andern Oertern Be-sitz. Alle englandifche Soldaten und Matrosen wurden unterdessen auf die Flotte ge-bracht, daß sich der Gouverneur und Rath mit dem französischen Befehlshaber wegendes Lösegeldes berathfchlageten. Nach vieler Ueberlegung wurde dasselbe endlich aufi,ioO,Ooc> Pagadas, die 421666 Pfund rz S. 4 D. Sterling ausmachen, vestgese-het. Man ward einig, dem Hrn. Bourdonnais für sein grosmüthiges Betragen ge,gen die Kriegsgefangenen ein ansehnliches Geschenk zu machen; und es wurde endlich insAeirie gebracht, daß die Engländer in Betracht dieser Umstände völlig wieder zu ihren vori-gen Besitzungen gelangen solten G) u). Dieser Vergleich ward bald zu Wasser; denn

er

t) Roll ibici. Bourdoml. idiö. uh will. p. iqz. Vol. I.

F) Es würde ekelhaft seyn, wenn wir alle be-sondere Umstände dieser Sache, so wie wir diesel-^n in dem z» Paris zur Rechtfertigung des Hrn.^onrSonnais herauSgekommenen memoire än-gsten, mittheilen wollen; es ist genug, daß man^ dieser Schrift erstehet, daß Hr. BourSon-und Hr. Morse die einzigen waren, wel-)e ihrer Schuldigkeit redlich und treulich nachka-^n, ob sie gleich allein nur von ihren Gebietern" ^echeuschaft gefordert wurden.

. Als BourSonnars in die Stadt cinge-»„Ess war, so kam ihm der Gouverneur entgegen

aber

Gouverneur

so kam ihm der Gouverneur entgctvai "^"eichre ihm seinen Degen, den jener e2'e>ch wieder zurück gab. Der Gouvern

meldete ihm, daß seit der ersten Einschließung desOrtes die grössefie Unordnung unter der Besa-tzung geherschet hatte. Dieses that er, um demVerdacht vorzubeugen, der etwa aus einigen demBourdonnais oder seinen Officieren zugefügtenBeleidigungen entstehen möchte. Denn es wa-ren viele von den Soldaten durch Wuth und Ar-rak dergestalt ausser sich gesetzet, daß sie öffentlicherklarctcn, sie wolten ihr Leben mit Freuden fürdas Vergnügen, den französischen Befehlshaber zutodten, aufopfern; und doch tonten eben dieseLeute nicht in ihrer Schuldigkeit erhalten werden,da noch Hofnung da war, die Stadt vertheidi-gen zu können. Herr Morse bezeigte die grosse

Un-