Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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22L XIII. Buch. Historie der ostindischett Haudlungsgeftlschafteti.

chm Schiffe, und nahmen ihre besten Habseligkeiten und die Bücher der Handlungsge-selschast mit sich. Ohnerachtet sich Herr Holwcll, der nächste in der Befthlshabung,solchergestalt verlassen sahe, so vertheidigte er doch den Ort mit einigen wenigen tapfernFreunden und mit dem Ueberrest einer schwachen Besatzung so lange, als es möglichwar, auss wüthigste. Allein so unerschrocken auch diese Vertheidigung war, so kontesie doch weder einen unhaltbaren Ort gegen einen so mächtigen Feind, noch den Chara-cter Holwells beschützen, der mit den gehäßigstcn Verleumdungen, die nur Nieder-trächtigkeit, Bosheit und Neid erdenken konten, beschmitzt wurde. Das Fort wurde*7;6» erobert und die zu Kriegsgefangenen gemachte Besitzung in ein enges Loch geschmissen,aus welchem Hr. Holwell und noch einige andere lebendig herauskamen, um eine Ab-bildung von dem grausamsten Elende zu machen, welches vielleicht die menschliche Na-tur jemals erdultet oder überstanden hat. „Stellet euch, sagt Hr. Holwell, wenn es„möglich ist, den Zustand 146 unglücklicher, durch beständige Strapatzen und durchun-„abläßiges Fechten entkräfteter Leute vor, die auf diese Weise in einem viereckigen Loche„von achtzehn Fus, meiner sehr schwülen Nacht, in Bengalen zustimmen gepfropft„sind; in einem Loche, das gegen Osten und Süden, die einzigen Gegenden, aus wel-schen Luft zu uns kommen konte, nichts als Mauren, und gegen Norden eine Mauer und»»eine Thür hatte, und nur gegen Westen mit zweien inwendig sehr stark mit eisernen„Stangen verwahrten Fenstern versehen war, durch welche kaum etwas frische Luft zu„uns hurein kommen konte. „ So war der Aufenthalt dieser unglücklichen Schlacht-opfer zwölf Stunden lang beschaffen; und da dieses allein schon hinlänglich ist, ihr Elendabzubilden, so haben wir nicht nöthig, uns in die traurige Erzählung desselben einzulas-sen, welche das härteste und grausamste Herz zum Weinen und zum Mitleiden bewe-gen mus E),

§. 117.

Demüthl- Also geriethen die Angelegenheiten der Handlungsgeselsthaft aus den besten

gung des see- Umständen in die äusserste Verwirrung, und ihr Credit verlor sich zu Hause so geschwin-räubers An- de, als ihr Glück auSwerts. Allein es würde ein verhastes Unternehmen seyn, Dingegria. zu erzählen, die noch bey jederman in so frischem Andenken sind. Es ist genug, daß ih-re Angelegenheiten durch das kluge Betragen des Hrn. Llwe und des tapfern AdmiralVbatssn gar bald wieder in guten Stand gesetzet, ihre Niederlagen am Ganges wie-der erobert, und der Stolz und die Grausamkeit des LTlabobs gehörig gezüchtiget wur-den. Nachdem der Admiral warsött mit Sr. Majestät Schiffen, als dem ^encvoll72 Kanonen, dem Lumberland von 65 , dem Trger von 62, dem Galisbury von50, und dem Bridgewater von 24 Kanonen, nebst Schaluppen und Bombardiergal-liotten bey dem Fort St. David angekommen war, so wolte man zuföcderst den Tulck-gee 2 lngria, einen seeräuberischen Prinzen, der den ostindischen Handel seit vielen Jah-ren gestöret, unter den Gehorsam bringen. Der Gouverneur des Forts St. Davr^hatte bey des Admirals Ankunft Nachricht erhalten, daß Angrra mit den LNaftarat-

C) So bald Hr. -Holwell in England an-gekommen war, so Mete er im Zahr 17,7 eineausführliche Nachricht von diesem traurige» Vor-Me in so pathetischen, rührenden und bewegli-chen Ausdrucken ans Licht, die nur aus einem der

zärtlichsten Freundschaft fähigen Herzen fliestekonten, ob er gleich selbst mit an dem UngMTheil genommen. Wir verweisen den Leser V" 'auf, als auf die beste geschriebene Nachricht vdieser Art, so wir jemals gelesen habe».,