4.HaupLst. i.Abs. Schick>ale der englandischen Handlungsgeselschaft. 229
die vorige Besatzung zu verstärken. Es sties auch noch ein Detaschement von fünfzigSeeleuten nebst ihren Officiercn zu derselben, welche die Stelle der Constabler vertretenselten; und oberhalb Hugly wurde ein Schis von zwanzig Kanonen hingestellet, umeine Gemeinschaft zwischen der Armee und der Flotte zu erhalten.
§' 122 .
Den 1 9ten Junius wurde das Fort und die Stadt Latwa, die disseits des Er wird ae-NusseS, der die Insel Lasjembuzar formiret, liegen, von einer in dieser Absicht abge- schlagen, ge-schickten Partey eingenommen. Hier blieb die Armee zwey Tage lang stehen und war- fangen undtete auf Nachrichten vom Iasfler Ali Cawn. Da aber keine ankamen, so setzte Hr. S"öbm.Eltve seine Truppen den 22sten in Bewegung, ging über den Flus und lieferte denTag darauf blos mit seinen Völkern dem Nabob ein Treffen. Sulajud Dowlas ^lrmeebestand, ausser z o Franzostn, welche das Geschütz dirigirten, und ohne die Partey der Zu-ssmmenverschwornen, aus 20000 streitbaren Männern. Der Ausgang des Treffensstunmete mit dem guten Glück des Herrn Clive überein; es lief glücklich für ihn abund wurde in kurzer Zeit mit einem geringen Verlust gewonnen. Man bekam fünfzigStück Kanonen und das sämtliche Gepäcke des Nabob. Der Sieg würde den En-Feländern aller Wahrscheinlichkeit nach mit mehrerer Hartnäckigkeit streitig gemachtWorden seyn, wo nicht Sulajud Dowl<r durch die Verratherey seiner Officiere unddurch die Zaghaftigkeit seiner Völker muthlos ge macht worden wäre, die, so bald siedie gemachte Zusammenverschwörung entdecket, von einem plötzlichen Schrecken über-fallen wurden. Nach dieser Niederlage machten sich der Nabob, ingleichen sein er-ster Minister Monrole, und Monick Lhaund, einer von seinen Generalen, heim-lich davon, weil sie sich nicht sattsam auf die Treue ihrer Truppen verlassen konten.chaffter Ali Cawn, der sich nun öffentlich erklarete, zog mit einer aus seinen Freun-den und aus seinen siegreichen Bundesgenossen bestehenden Armee in Muxadavat, derHauptstadt der Provinz, ein. Man war vorher einig geworden, daß Ali Lawn,der von einer guten Familie abstammete und in der Provinz in grosser Hochachtungstand, dem Lsslabob in seiner Stelle folgen solte. Er wurde demnach den 2 8sten Ju-Uius vom Herrn Llive mit allen Kennzeichen der höchsten Gewalt bekleidet, und em-als Gubah von den Provinzen Bengal, Baher und Orrxa, von allenStänden die Huldigung. Den 3 osten wurde der vorige Nabsb, eben als Herr^arv, der französische Befehlshaber zu Lastembuzar, mit 200 Europäern zu ihmstoffen wolte, gefangen genommen, und den 4km wurde er von seinem Nachfolger, demgastier Ali Laron hingerichtet, der seinen Bundesgenossen solche grosmüthige Beloh-nungen und Freiheiten verwilligte, die zu einem Beweise dieneten, mit wie vielem^echt er allen ihren Beistand verdienet. Also wurde in einer Zeit von ohngefehr zwölf^ngen diese grosse Veränderung in den Angelegenheiten der Handlungsgeselschaft undbch reichsten asiatischen Königreiche, durch eine Handvoll Leute zu Stande gebracht;
Handlung wurde wieder hergestellet und in einen blühendem Zustand gesetzet, als^ jemals gewesen; dieEngländer wurden durch einen mächtigen Bundesgenossen ver,
> urket, dessen Vortheil es war, seinen Versprechungen treu zu bleiben; diejenigen, so^ Ealcurra gelitten, wurden wegen ihres Verlustes schadlos gehalten, in so fern nem-ch ein solches Unglück durch Geld ersetzet werden konte; die Soldaten und SeeleuteUrden für ihren bewiesenen Eifer und Muth reichlicher belohnet, als sie nur immer
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