4'Hauptst. r.Abs. Beschreibung der engl. ostindischen Niederlagen. 24-
der die ihrigen davon weggezogen haben. Die nächste engländische Niederlage treffenwir zu Lorwar an, die zwar beträchtlicher ist als die vorhergehende, die aber nur einkleines Fort vorstellet. Sie liegt unter dem funfzehenten Grad der nördlichen Breite,sieben Meilen südwerts vorn Labs de Rama, oder, wie es die Engländer nennen,Tape Ramus. Sie hat einen guten Hafen auf der Südseite eines Busen, und ei«neu FluS, der Schiffe von dreihundert Tonnen Last träget. Es ist dieses eine der an-genehmsten und gesundesten Niederlagen, so die Compagnie an der malabarischen Kü-ste hat. Das Land rund umher ist fruchtbar und schön, lleberhaupt ist es zwar ber-gigt und Holzreich; die Thäler aber bringen viel Getreide und Pfeffer, und in den Wäl-dern gibt es allerhand Wildpret. Es gibt hier Tiger, Wölfe, wilde Schweine,Meerkatzen, Hirsche, Elendthiere und wilde Ochsen von erstaunlicher Grösse. HerrHamilcou sahe einen geschlachteten Ochsen, dessen Viertel zusammen genommen, ohneKopf, Haut und Eingeweide, eine Schifronne wogen H). Es gibt auch eine grosseMenge schöner Vogel, als wilde Pfaue, Fasanen und dergleichen, in den Wäldern;und die See ist nicht weniger an allen Arten von Fischen ergiebig. Die Compagniehat hier einen Präsidenten und Rath, der die Handelfchaft regieret, die sonderlich wc,gen des schönen Pfeffers schätzbar ist, der hier im Lande wachset. Die Factorey istUnt zwo Bastionen bevestiget, auf deren jeglicher neun bis zehen Kanonen stehen, unddie Garnison bestehet aus dreißig Topasicn, ohne die Engländer. Der PräsidentWird von den im Lande Gebornen sehr geehret. Wenn er auf die Jagd gehet, beglei-ten ihn alle vornehme Personen aus der Nachbarschaft. Sie bringen ihre VasallenUnd Knechte mir, die mit Schiesgewehr, Lanzen und andern Waffen versehen sind,Und die mit allerhand kriegerischen Instrumenten, Trommeln, Schalmeien und Trom-meten aufziehen. Als der Genera! des Mogul diese Provinz erobert und sie im Na-wen des Aurengzel) in Besitz genommen hatte; so lies er das engländische Haus inBrand stecken, als eben die Factorey des Mittags mit ihm speisete. DadurchWurde die Compagnie genöthiget, das Fort zu bauen, das ihr setzo gehöret. DerBaumeister oder Ingenieur hat bey der Wahl des Platzes eben keine grosse Beurthei-lungskrafc bewiesen, indem er wenigstens eine Meile vom Meer lieget; welcher Jr-chum wegen des Zufalles seltsam ist, den wir vom Jahr 1718 angeführet haben,^he Aurengzeb Visapore eroberte, wurde hier der feineste Betteelas oder Nessel-in ganz Indien verfertiget. Zu Lorwar trieb die Compagnie einen grossen Han-^ damit, und es wurden wol 50000 Menschen bey dieser Manufaktur gebrauchet.
aber die zügellose Armee des Mogul in die Provinz kam, so wurde alles zu Grun-lE. gerichtet. Sie plünderten die Einwohner aus, sie schnitten die Zeuge von denfühlen, und gingen mit den Webern so grausamem, daß sie das Land verliessen,^cit der Zeit hat sich der Handel nicht erholen oder zu dem vorigen blühenden Zustande
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. H) Das Land des Sandah Rajah ist wegen Sie brachten drey Jahre zu Lorwar zu, bclurdonigni Jagd so berühmt, daß im Jahr 1681 stigten sich immerfort mit der Jagd, undHerren, Herr Limbonrgh und ein Sohn kehrten sodann, nachdem sie vieles ausgehen last^ Lord Gocing, eine Reise nach Visapore ge- sen, wieder nach England zurück. Herr Gor, »m dieses Vergnügen recht zu gemessen, ring aber starb unter Weges 6).
b) Hamilron ?eocounr ok cbe Lall Inäio? Vol.I. y. Lbz,
A.W.H. 26.TH. N.H.8.TH.
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