4 .Hauptst. 2.Abs. Beschreibung der engl. osiindischen Niederlagen. 25z
Compagnie eine überaus wichtige Factorey ist, sowol wegen ihrer Vestigkeit und Reich-chrims, als auch wegen ihrer jährlichen grossen Lieferungen an indianischer Leinewandlind Nesseltuch; so wird eine nähere Beschreibung davon dem Leser nicht unangenehmftyn. tNadraß ist in wenig Jahren sehr verbessert worden, sowol zur Ehre undVortheil der Compagnie,-als auch zur Zufriedenheit ihres Raths und des dasigen Gou-verneurs. Sie lieget in einer sandigen Ebene und so nahe am Meer, daß die Maurenderselben von den erstaunlichen Wellen des Meeres öfters Gefahr gelitten haben.Denn hier steigen die Wellen des Ocean höher, als an irgend einem Orte an der KüsteToromandel. HinterwertS wird sie durch einen salzigen Flus gedecket, der zwar ihreSicherheit befördert, aber auch die Unbequemlichkeit mir sich führet, daß alle süsseQuellen verstopfet werden. Daher sind die Einwohner genöthiget, ihr trinkbares Was-ser über eine Meile weit holen zu lassen. Wenn Regenwctter einfält, so drohet ihrdas Meer auf der einen Seite den Untergang, und der Flus ist auf der andern Seitesucht weniger furchtbar, wegen der zu besorgenden Ueberschwemmung. Vom April bisM den September ist die Sonnenhitze ganz ausdörrend, und wenn nicht die Winde ausdein Meer die Luft anfeuchteten und abkühleten, so würde der Ort gar nicht bewohnetwerden können. Dis kan besser verstanden werden, wenn man ihre Lage auf dem Glo-do betrachtet. Sie lieget gegen 4800 Meilen ostwerts von London, so daß dieSonne bey ihnen sechs Stunden eher aufgehet, und wenn wir unser Mittagsbrodtessen, untergehet. In der Länge der Tage ist daselbst kein merklicher Unterschied, in-dem die Sonne Jahr aus Jahr ein meistens um sechs Uhr auf- und um sechs Uhr un-tergehet. Die Ursache, warum zu dieser Factorey eine so schlechte Lage gewählet wor-den , wird verschiedentlich angegeben. Derjenige, dem es unter der Regierung Kö-v'g Carls des zweiten von der Compagnie aufgetragen wurde, an der Küste von (Lo-hnrunde! ein Fort anzulegen, sahe diesen Platz ohne Zweifel für den bequemsten an,dm portugiesischen Handel zu St. Thomas zu verderben. Andere hingegen behaup-tn, daß Sir William Langhorn, denn so hies der erste Erbauer, in seiner Poli-tk nicht so weit gegangen, sondern deswegen diesen Ort erwählet, weil er bey der por-!hiesischen Colonie in der Nachbarschaft eine Maitreffe gehabt. Dem sey aber wiehn wolle, so ist gewis, daß er. zu einer Niederlage, und nach der Absicht derer, die ihn»^sis Geschäfte aufgetragen, keine unbequemere Lage wählen können. Denn um die^tadt her ist der Boden so armselig, unfruchtbar und sandig, daß auch nicht ein Blat^as von selbst, noch ein Halm Korn beartet wachset. Die Wurzeln, Krauter und»der? Erdgewächse, die zu Madraß gebraucht werden, müssen daher sehr weit geho-^ werden L). Kurz, man kan sich keinen traurigern Anblick, oder eine unbequemere
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Uro! ?^'üi>masch anderer Nationen bewohnet wird, lieget, wo der Boden fruchtbar und das Wasserselba ^ eines Bischofs ist. Das Volk ist da- gnt ist, und wo eine Felsenspihe es den Schiffen»ach Ä^iZangig arm, indem sich der ganze Handel leicht machet, aus Land zu kommen. Dahinge-gezogen, wohin sich auch einige gen sie sich setz» der LNasoolas oder ungestaltetL) gewendet haben 8 ). Boote mit einem flachen Boden, die mit Bast an
^Billia "" '""2 sich recht sehr wundern, daß einander befestiget sind, bedienen müssen, weilwelche? ^ ^"sborn nicht Labelon gewählet, das Meer hier so aufsclgvillet, und die Weileni MigefM. sechs Meilen weiter füdwerts gegen das Ufer zu fallen, Policgr, wo sich die. -Hsllän-
^ Haniilton Vol. i. p. Z60. Lsckper c. r. Salms» V» 1 ,1. p. Szt,