Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
252
JPEG-Download
 

2^2

XM. Buch. Historie der ostindischen Handlurrgsgeselschaften.

gleichen verfertigen sie Sallampores, Msrees, Drmitles, Ginghams, Suc^catoons. Kurz, diese Cvlonie ist die Stütze vom Fort St. George, indem diesesohne dieselbe eine schlechte Figur im Commercio machen würde, ohnerachret sie denDiamantgrüften in Golkonda so nahe lieget. Anlangend die Münzen, Gewicht/Sitten der Einwohner, Religion, Landesproducte und Clima, so sind sie von den bis-her beschriebenen wenig unterschieden, und stimmen mit denen zu Mndmß übereilt,davon wir sogleich ausführlicher handeln wollen b).

H- 134.

Beschreibung Madraß, oder Fort St. George, wie es gemeiniglich von dem Fort, so

der stadtM«-ö^ Compagnie daselbst angeleget hat, genennet wird, lieget unter dem i zO zch derkraß. nördlichen Breite und unter dem 8osten Grad der lange, obwol einige Erdbeschreiberden 95O irrig angegeben haben. Die im lande Gebornen nennen den Ort Lchinatam. Er lieget drey Meilen nordwerts von St. Thomas, einem alten Orte, derwegen vieler legenden und Fabeln berühmt ist K). Da dieses nun für die indianische

CoM-

h) Hami'lton History ok clle Lzlt lnäiss V0I.7. c.L7.

K) St. Thomas oderMeliaponr war eher Zeit haben sie die Mißionarim bekehret, wiewokdem die ansehiüichste Stadt an der Küste Loror sie noch einigen Unterschied beobachten, und mitmandel. Als die Portugiesen sich daselbst nie- der Rsmischkatholischen Religion nicht völlig ver-verliessen, so lag sie in, Schutt, und war von einiget sind. Es wurde St. Thomas von denden Einwohnern gänzlich verlassen. Sie banetcn Portugiesen zu einem Visrhnm genrachel, umdieselbe wieder anf und gaben ihr den Namen ter dessen Jurisdicrion verschiedene Dörfer stun-St. Thomas, weil der Tradition zu Folge die- den. Die Krrchen, Klöster und Privatbäustrfer Apostel hier den Martyrertcd erlitten haben wurden mir einer Pracht aufgebauet, die ihressoll. Seilt Grab soll dem Vorgeben nach nicht gleichen in diesen Gegenden der Welt nicht hat.weit von der Stadt auf einem Hügel seyn; und Die Stadt wurde regulair bevesiiget, und wurdeweil die Portugiesen daselbst einige Menschen- ein blühender, reicher und sehr bevölkerter Ort;knochen fanden, so zogen sie gleich eine Mauer allein sie wurden von den Mohre» ausgebisse»-herum. Noch bis auf den heutigen Tag hegen Zm Jahr 166Ü kamen die Franzosen unreinerdie schwarzen Portugiesen eine grosse Hoch ach- Flotte von zehn Segeln davor, und eroberte»tung gegen dlescn Ort. Die Hole, in welcher sie, und der König von GolkonSa war damalssich der Heilige soll verborgen gehalten haben, der Souverain der Stadt und des umliegende»bis der Srurm der Verfolgung vorüber gewesen, Gebietes. Die -Holländer, denen das ungelc-ist von den Portugiesen mit einer Kirche über- gen war, daß die Franzosen vesten Fusbauet worden. Eine andere Kirche legten sie auf Indien fassen motte», bioquirten vier Zahr nach-dem Hügel an, wo er getödter worden. Und her die Franzosen mit ekNer Flotte von sm>sihier verwahren sie die Lanze, damit man ihn ge- zehen Schiff, n, da mitlcrweile der König so»tödtet, welche Reliquie sie mir einem gottseligen Golkonda sie mit einer Armee auf der LandffillSchauer betrachten. Wenige werden wol alles be agerte. Da sich die Sradt wider alles Der-annehmen, was die Tradition von diesem heiligen muthen lange hielt, so stieg endlich der holländi-Manne erzählet; ohnerackcel daran gar kein Zwei- sehe Admiral mit 700 Man» ans Land; und alsfcl ist, daß in diesem Theil von Indien schsn zu den er sich mit den Mohren vereiniget hatte, l"Zeiten Alfreds Christen hier gewesen, wie an- eroberte er den Ort. Darauf wurden die Ve-derwcrts bereits erinnert worden. Die porrugie- stungswerke niedergerissen, und der Ort so o»k-fen fanden bey rhrer Ankunft an diesem One Cbri- blosser, wie er noch jrtzo ist. Die Europas»-'sten, weiche das Andenken des heiligen Thomas halten es der Mühe nicht werth, hier Factoreie»»»gemein ehrcten, dabey aber dem Supremat des anzulegen ob er wol noch von den Nachkomme»Papstes sich nicht unterwerfen wollen. Seit der der Portugiesen, Mohren, Jenroos und