Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
259
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4.Hauptst. r.Abs. Beschreibung der engl. ostmdischen Niederlagen. 259

andern Einwohnern. Sie kommen in der Woche zwey bis dreimal zusammen, nachdem die Falle vorkommen, oder es dem Gouverneur beliebig ist. Alle Befehle, Paten-te und wöchentliche Rechnungen vom Waarenlager, Seepforte, Krregsmunirion rc.werden von ihnen oder auf ihren Befehl durch den Secretarius untersuchet, genehmge-halten und unterzeichnet. Ausserdem haben auch noch zween altere Handelsherren jegli-cher jährlich 40 Pfund, und zween jüngere jeglicher jährlich zc> Pfund Sterling Sola-rium ; fünf Factore haben jeglicher einen jährlichen Gehalt von 15 Pfund, und zehnSchreiber bekommen jeglicher jährlich Z Pfund Sterling. Diese jpeisen an der Tafelder Compagnie, und haben ihre freie Wohnung; sie können nach und nach an der Han-delschaft Antheil erlangen, wenn sie ein Capital aufbringen können; bey dem allen aberverdienet wol niemand in der Weltsein Brodt saurer, als diese. Die zwey Caplane im Forthaben jährlich i oo Pf. SrerlinganGehaltund jeder ein Haus. Es ist ihnen nicht erlaubt,öffentlichen Handel zu treiben; indes kommen wenige oder gar keiner ohne grosses zeitli-ches Vermögen zurück. Der Wundarzt im Fort hat ein Salarium von 40 Pfund,dabey aber stehen ihm unzählige Wege offen, seinen Beutel zu füllen. DerAdvocak hat«inen Gehalt von 102 Pfund, wovon er und von den Hörigen Zugängen so gut lebet-als der Groskanzler von England. Die Compagnie unterhält auch zween Münzbedrente,die Probiermeister Heissen, davon jeglicher r 22 Pfund Salarium hat. Hier prägen steaus ihren Gold - und Silberstangen, die ste aus Europa und von andern Orten her er-halten, Rupies, welches ihnen einen ansehnlichen Vortheil bringet. Sie münzen auchPagoden aus, und die Currentmünze sowol in der Stadt als auf dem Lande wird eben-fals in der Münze der Compagnie geschlagen N). Der Rupie ist mit persischen Chara-kteren gezeichnet, wobey des Moguls Name, das Jahr seiner Regierung und einigeseiner Titel angezeiget werden. Die Zolle von den ein - und ausgehenden Waaren ma-

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- N) Der Werth des -Goldes steigt und fälthier, wie wohl zu bemerken , eben so oft als irrden meisten übrigen der ostmdischen Compagnie^gehörigen Plätzen, nach dem daß das Silberhäufiger oder seltener zu haben ist. So steigenZuweilen die Pagoden von 7 Schillingen und I OPfennigen bis zu 9 Schillinge am Werthe. Diseine goldene Münze, ohngcfehr so viel als 8^*^arrs, oder 8 6^ Strich vder'oon feinem Glanz,^ie wiegt 2 Pfenniggewichte, 4 Grane -7;A«tt. Es gibt auch noch andere Pagoden, als^llunigeer,Nagapar6m,Policar u.s.w., sie sind"er alle um 4 pro Cent schlechter als die Madraß-s^Zode. Die Allumgeer sind zwar die aller-meisten , da sie aber nicht volwichtig sind, hältdjb andern für vorzüglich. Die Linamsnben nicht von der Compagnie geprägt; z 6 ge-dnr auf eine Pagode; auf dem Bazar aber rech-etManauchzk,^ und zuweilen wol noch mehr. Esnach plattn gerechnet, vdervon feinemCvn Die Rupees aus der Münze der

. »pagnie sind um drey bis vier pro Cent"er als die übrigen, und so gelten sie. .in

allen Zahlungen, daß za6 von diesen, so wiehingegen zz8 von den vermischten Rupees, aufivo Pagoden gerechnet werden. An Thalernrechnet man 1; bis 15^ auf 10 Pagoden. EinMadras Rupee acht ?. r 7 Pfenniggewichte,

-rGrane und iz Ma«; tz Z Z r jst der Ge-halt eines Rupee. Am häufigsten findet manvermischte Rupees; es hat aber keine einzige Artderselben bey Zahlungen einer, vestgesehten Fus,der nach Maasgebuirg des Silbers bestirnt wird.

Ihre Gewichte anlangend, so machen 10 Pa-Zodas i Pollam,4vpollam 1 Piß, von zß Pf.engländisch Gewicht; «Piß i Maund, und20 Maund 1 Landp von ;oo Pfunden. Flüs-sige Dinge werden so berechnet: 1 Maas ist

Nössel; 8 Maasse i Mercal; 400 Mercals rEarfe. Bey trockne» Sachen, oder vielmehr waslang Maas bctrifr, rechnet man 1 Loved zu i H 4Zoll. Die Art im Ganzen zu rechnen, ist nicht sehrüblich. So viel wir wissen, zählt man nur nachLoxge, welches soviel ist als zwanzig, so wie manin England diese Zahl durch Score ausdruckt.