Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
258
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258 xm.Buch. Historie der ostindischm Handlungsgeselschaften.

Strrngigkeit in der Disciplin für Schaden nach sich ziehe , das kan am deutlichsten ausder letzten Belagerung, von Madras- erkant werden. Denn als der Feind vor denMauren stund, und dir Soldaten wohl sahen, wie nöthig die Vertheidigung des Ortessey: so boten sie aller Ordnung, Regierung und Zucht Trotz, und geriethen in eine sehrunzeitige und ausschweifende Wildheit- Eine andere Hävtigkeit, darüber sich die Sol»daten mit Recht beschweren, ist diese , daß sie, wenn sie gleich vierzig Jahr Dienste ge»than haben, doch nicht verabschiedet werden. Wie weit weichet dieses von dem Kriegs-reglement der Römer ab! bind wenn sie dreiste genug sind-, ihren Abschied zn fordern,fo ist das Gefängnis ihr lohn- Der Gouverneur ist nicht nur der Präsident des FortsSt. George , sondern auch der Direckor aller Factoreien an den Küsten von Merk-bar und Coromandel bis an die Insel Sumatra- Denn die Gouverneure vorn FortMarlborough sind nur Deputirte von ihm, die- von seinen Befehlen abhängig sind.

Doch sind, wie man uns gemeldet hat, in Ansehung Lalcmra und der Factoreien amFlus Ganges, einige neue Einrichtungen gemachet worden- Der Gouverneur ist auchder Capitain der ersten Compagnie Soldaten, so wie der nächste im Rath die zweiteCompagnie hat- Bis auf neuliche Zeit waren diejenigen, die man Capitaine nante-,in der That nichts anders als- Lieutenants, und erhielten auch ein solches Tractament-Die Compagnie aber hat sich genöthiget gesehen, dieses zu ändern, da niemand, der nureinige Verdienste hatte, bey ihnen Dienste nehmen wolte, Eine Zeitlang schlugen sie'auch den Capitalen ab, ihre Compagnien zu besolden ;> sie haben aber auch dieses än-dern müssen, so daß nun die Besoldung und Ergänzung einer Compagnie in Friedens-zeiten jährlich auf ?oc>- Pfund Sterling kamt M)., Qbwok der Gehalt eines Gouver-neurs schlecht ist, und jährlich nur z oo Pfund ausmachet , so- macht doch der Handelund die Accidentien diese Bedienung überaus Vortheilhaft. Wenn er ausgehet, so wirdihm als einem söuverainm Fürsten Ehre erwiesen. Die Wache mus ins Gewehr tre-teit, es wird das Spiel gerühret, und funfzig bis sechzig Schwarze laufen vor ihm her.

Sein Palanqum wird- von einem Corps Soldaten bedecket, die mit grossen MuSqueteNbewafnet sind- Eine grosse Menge Knechte folgen ihm nach, und durch die landmusik,-wie auch durch den greslichen Scball ihrer Trompeten, wird fein Marsch und Auszug bc- jkaut gemachet- Die grosse Eitelkeit und Verschwendung ist die , daß er bey siinen D" j

siten und Reisen von gewissen Personen gefächert wird, die sonst keine andere Beschaff ^

gung als diese haben- Doch ist von dieser Pracht vieles abgeschaffet nmrden, und derGouverneur des Forts St- George macht lange nicht emen solchen Aufzug als der z"Baraviar Der Staatsrath bestehet aus den sechs ältesten europäischen Kaufleute",die-nach ihrem Alter Besoldungen van l oo bis auf 40 Pfund Sterling jährlich habs"fEinem jeglichen Gliede dieses Coliegii wird eine seinein Sitz. im Staatsrath gemäss'Ehrerbietung erwiesen, und alle zusammen haben in der Würde,den Vorzug vor alle" .

ander"-

Mh Ein Lieutenant bekomt monatlich- 14. Par sön wohl' leben,, weit bis Lebensmittel- überausKoben, oder ohngrsthr 6 Pfund und 6- Schilling wohlfeil sind- Er gehet beständig in ftinerSterling, mehr oder weniger, nach dein der Eours reiner Leinwand gekleidet,, wegen der gd"der Pagode iß- Ein Fähnrich erhält monatlich, Menge Leinwandmamifarturen- Er hat ^in/,

4 Pfund 19 Schilling, ein Serjxant r, Psimd Knaben zu seiner Aufwartung, indem die

5 Schillingein Lorporal und Kanoniker 1 Pf- ner ihre Kinder gern zu den Engländern5 Schilling, und ein gemeiner Soldat i- Pfund- um ihre- Spracht zu. leruen-

T Schilling 9, D, Hevon. kan, eine Privarperr-