Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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271
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4'Hauptst. 2.Abj. Beschreibung der engl. ostmdischen Niederlagen. 271

beste aber ist in kleinen Schalen, weis und durchsichtig, und die Unze wird mit vierSchilling 6 Pf. bezahlet. Die gemeine Sorte ist dem Sande des Meeres ähnlich,und wird davon die Unze mit 2 Schil. 6 Pf. bezahlet. Der hier befindliche Bezoar istbon dem Hirschschwein, wie sie es nennen. Es ist ein Thier, das etwas grösser istals ein Kaninchen, hat einen dicken Hundekopf, Lenden und Füsse gleich einem Hir-sche. Dieser Bezoar wird zehenmal höher bezahlet, als sein Gewicht im Golde be-traget. Er ist von dunkelbrauner Farbe, die äussere Schale ist ganz glatt, und wenndiese abgenommen worden, so erscheinet er noch dunkler mit kleinen untermischten Stri-chen. Er schwimmet auf dem Wasser. Man sagt, daß in dem Magen der Nrco-bawtaube ein Sjein erzeuget werde, der dem besten Bezoar nichts nachgibt. Eineandere Art von Bezoar soll von dem Stachelschwein kommen, von welchem Thier erauch den Namen hat. Er ist von röthlicher Farbe, voll kleiner durchsichtigen Stricheoder Adern. Er hat nicht den bittern Geschmack vom Bezoar Siaka, dessen schon ge-dacht worden, schwimmet auch nicht auf dem Wasser. Der Bezoar von den Meer-katzen ist leicht und grünlich, und von feinerer Glatte und Glanz, als der gute Bezoar.Einige dieser Bezoarsteine wagen eine halbe Unze; welche 40 bis 50 Rupees, das ist,ohngefehr z Pf. Sterling 12 Schil. 6Pf. kosten. Der suratische Bezoar aber, dergemeiniglich Meerkatzen Bezoar heisset, wird mit 6 bis sieben Rupees die Unze bezah-let. Einige haben sich eingebildet, daß der Bezoar, der von beiden Orten kamt, eineZusammensetzung sey, und nicht so viel werth sey; und dieser Meinung scheinen wirklichdie geschicktesten Aerzte zugethan zu seyn, als welche keinen Unterschied zwischen demselbenUnd verschiedenen andern Arten machen, die dafür ausgegeben werden. Die Pfeffer-staude ist ein Gewächs dieser Insel, und ein grosser Theil der Compagniehandlung wirdUiit dieser Waare getrieben, obwol lange nicht mit dem Glück, als in andern Plätzenan der Küste von Indien geschiehet. Anlangend das Gold, das in diesem Lande ge-wonnen wird, so behaupten viele Schriftsteller, daß, wenn man Japan und Chinaausnehme, es nirgend in grösserer Menge gefunden werde, als hier. Die Holländer,weil sie die benachbarte Insel Java besitzen, haben ein Mittel gefunden, sich auch zuSumatra einzunisten, wo sie eine Goldgruft im Besitz haben sollen. Allein es wirftdasselbe wenig für die Eigenthümer ab "). Es ist auch kein Zweifel, daß die Com-pagnie klüger handelt, wenn sie sich um die Aufsuchung dieses kostbaren Metals nichtsonderlich bemühet, weil sie wohl weis, daß das Commercium an sich selbst die besteGoldgrube sey; welche Maxime die Reiche Japan, China und Spanien zur Gnügebestätigen. Die beiden ersten haben das Goldgraben gar eingestellet, als welches sieweit sicherer aus dem Handel und Gewerbe bekommen; das letzte aber hat sehr unklugHandel fahren lassen, um in potsst zu graben, obgleich Spanien unter allen^nigreichen in Europa den geringsten Antheil von dem unermeslichen ReichthumAw, der jährlich aus Mexico und Peru k mc. Fleis und Sparsamkeit sind die be-nen Goldgruben, und sie allein haben jegliche Nation, die sich derselben beflissen, zumOchsten Gipfel des Ueberflusses gebracht. Die Compagnie weis, daß zur Bearbei-Ung hex Grüfte zu Sumarra erstaunliche Kosten erfordert werden, und daß manadey Gefahr läuft, sich den Has der Landeseinwohner zuzuziehen. Die Holländer^ben die Richtigkeit ihres Schlusses erfahren. Der einzige sichere Weg, den Gold-

han-

n) Hainilkon Vvl. s. c. 41 - 4z. Salms» x.