Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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27 2 xm. Buch. Historie der ostindischen Handluttgsgeselschaften.

Landelan sich zu bringen, ist daher derjenige, den sie erwählet, nemlich daß sie Cola,men auf die Insel geschickct, daß sie mit den Bewohnern derselben vernünftig und leuöselig umgegangen, im Handel und Wandel die Gerechtigkeit beobachtet, und dadurchalmahlig bey denselben eine Hochachtung gegen die europäischen Sitten erwecket. Die-ses halten wir für das sicherste Mittel, sie zu bewegen, daß sie europäische Waarenbrauchen und einführen lassen. Auf die Weife wird die Unbequemlichkeit verhütet, soviele barbarische Nationen mit einer Handvoll beute zu bezwingen; es wird dagegen ei-ne Gemeinschaft unterhalten, die eine Menge Goldes nach Europa bringet und un-zähligen Armen in ihrem Vaterlands Brodt verschaffet, welches das wahre und dauer-hafte Wohlergehen eines Staats ist. Dadurch wird die Schiffahrt und Seemacht,die Künste und Wissenschaften und die wahre Erkentnis des Lebens befördert.

§- - 45 -

Beschreibung Wenn wir durch die Meerenge von Sunda zu der westlichen Küste von Sjp

von Sillebar niatra gehen, und uns von da nordwerts wenden, so treffen wir eine engländische Nie-rmd Demos, Sillebar an. Sie lieget an einem Busen, an der^Mündung eines grossen

Een. Flusses gleiches Namens. Von dieser kleinen Factorey, die hauptsächlich wegen des

Pfefferhandels angeleget worden, ist nichts sonderliches zu bemerken. Zehen Meilenweiter nordwerts lieget Bencoolen, wo sonst die vornehmste engländische Colonie war,bis sie nicht weit davon ins Fort Malborough verlegt worden. Bencoolen wird aufdem Meer an einem hohen und steilen Berge erkant, welcher das Zuckerlaub heisset,welches zwanzig Meilen jenseirs im Lande wächset. Vor der Stadt lieget eine Insel,innerhalb welcher die Schiffe gemeiniglich liegen, und mit dieser macht die Spitze vonSillebar, so sich zwo bis drey Meilen südwerts erstrecket, einen grossen und beque-men Busen. Die Stadt hat meist zwo Meilen iin Umfange, und wird von den i>«Lande Gebobrnen bewohnet, die ihre Häuser auf Bambuspseiler bauen, wie die z«Achen. Die Engländer, Portugiesin und Lhmesir haben ihre besondere Quar-tiere. Die Lh-nesir haben alle auf einen Flur gebauet, nach der Gewohnheit ihresLandes. Die Entstandet: und Portugiesin haben auch nach ihrer Landesart gebauet/sie sahen sich aber genöthiget, Holz statt der Mauer oder Bruchsteine zu gebrauchen,wegen der öftern Erdbeben- die in diesem Lande entstehen. Da die Stadt in eine!«Sumpf stehet, so machen die schädlichen Ausdünstungen, die von der Sonne ausgezo-gen werden, die Luft für europäische Körper sehr ungesund. Jährlich kommen Haust«Fische um, und wenn für die Factorey kein besserer Platz wäre ausgesuchet worden,so würde sie vermuthlich völlig haben müssen verlassen werden. Wir habet! bereits vo«dem neuen Fort eine Nachricht ertheilet, und daher würde es «»nöthig seyn, wen«wir uns länger dabey aufhalten wollen.

§. 146.

Der letzte Ort, der der Compagnie zugehöret, ist die Insel St. Helena, ^Liesen Namen von den Portugiesin erhalten, als welche dieselbe zuerst im Jahr r ^1. ' am Tage der heiligen Helena entdecket. Diese Insel hatte nach der geograpWst"

Jhreentde- Ordnung unter den afrikanischen Inseln beschrieben werden sollen. Da sie aber sN<kung und la- Eigenthum einer Compagnie und zur Erfrischung für unsere Schiffe so unentberlich n,se- wenn sie nach einer so weiten Fahrt von ihren Niederlagen an Küsten und Meerbub

erschöpfet worden; so haben wir derselben hier einen Platz einräumen wollen. S-e,ger unter dem löten Grad der südlichen Breite, ohngefehr bovMeilen nordwärts

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