4. Hauptst. 2. Abs. Beschreibung der eng!, ostmdischen Niederlagen. 287
auch dessen in der Theorie und Prapi gegründete Richtigkeit zu zeigen, wenn esuns erlaubt wäre, den Character der Geschichtschreiber mit dem Character derProjectmacher zu verwechseln. Jetzo zeigen wir nur an, daß die gegenwärtigeafricanische Compagnie entweder durch ein Aequivalent oder durch die Einverlei-bung derselben in die ostindische. Compagnie schadlos gehalten werden könne; in-dem ein jeglicher Eigenthümer einen verhältnismäßigen Theil an dem behält, waser jetzo genießet, und verhältnismäßigen Antheil aufs neue bekomt; wie solchesschon bey der Vereinigung der beiden engländischen ostmdischen Compagniengeschehen, und wie wir noch bey der französischen ost- und westindischen Com-pagnie zu gedenken Gelegenheit haben werden. Anlangend den Zweifel, dendie ostindische Compagnie haben möchte, in eine solche Vereinigung zu willigen, odersich in diese neue Art der Handlung einzulassen: so halten wir dafür, daß auchdiese Bedenklichkeit gehoben werden könne, wenn man ihnen zeigete, daß auf dieseWeise neue Handelsplätze zur Ein- und Ausfuhr der indianischen Waaren eröfnetwerden', und die Nation samt ihnen einer grossen Summe überhoben styn könne,die jetzo an Specerey und andere Waaren gewendet wird, die man den Hollän-dern abkaufen mus, und die von diesen allein eingeführet werden. Die Schwar-zen sind nicht weniger eitel, veränderlich, dem Putz und der Mode ergeben, alsdie Europäer. Insonderheit halten sie sehr viel auf indianische Leinwand/ Chiri-tses, (Zitze) und andere indianische Zeuge, die sich ganz vortreflich zu dem Climaschicken, und in. kurzer Zeit zu einer algemeinen Tracht unter ihnen werden kön-nen, wenigstens unter den Weibern der Könige, Edlen und anderer vornehmenPersonen, woraus ein ganz erstaunlicher Abgang zu vermuthen ist. Ueberdis-ist aus den Berichten der Seefahrer ganz deutlich zu ersehen, daß Pfeffer, Mus-katennüsse und andere Gewürzwaaren in manchen Gegenden von Asirica wachsen;Und wenn es uns auch an solchen Zeugnissen fehlcte, so würde die Vernunft solches fürsich als wahrscheinlich erkennen aus der Ähnlichkeit des Bodens und Himmels-sstichs dieser Gegenden, mit den Ländern, darin sie jetzo hervorgebracht werden. An-fügend den Bau des Zuckerrohrs, so möchte freilich die Frage entstehen, wie fernederselbe hier getrieben werden könne, ohne unsern westindischen Colonien Schaden^ thun? Könte aber der Zucker und Thee unter den Schwarzen eingeführet^rden, so ist wol nicht leicht zu bestimmen, was für Nachfrage nach beidenMaaren werden angestellet, und was für Gold, Elfenbein, Gummi rc. dadurch?brde gewonnen werden können. Ja es ist so gar wahrscheinlich, daß der Schlüstzu den Goldgrüften, davon die Reisenden soviel melden, und welche die Landes-Awohner so sorgfältig verbergen, in dem Wohlschmack zu finden sey, um deswillen einschwarzer feinen Vater, Weib und Kind verkaufet. Mit einem Worte, es ist dervwcklichste Erfolg von dem Einflus einer reichen und mächtigen Geselschaft zu erwarten,sich dahin bearbeitet, den Umkreis ihrer Handelschaft zu erweitern, die ihre Autorität'E Würde unterstützen, und die sinnlichen Begierden dieser Barbarn küMn und füttern,sie auch im Fall der Noth zum Gehorsam und Unterthänigkeit antreiben kan.
. ks endlich die Beschwerden der Privatkausteute betrift, fals sie allein an den Scla-Mndel eingeschränket werden sollen: so braucht man weiter nichts zu antworten,
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