Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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290 XM. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.

und volstandige KenLnis sonderlich den Unterthanen einer jeglichen Seemacht sowolnützlich als unentbehrlich ist b). Wir haben uns in diesem Kapitel vorgenommen, einedeutliche und aufrichtige Beschreibung davon mitzutheilen; und ob es wol an dem ist,daß viele Bande dazu erfordert werden würden, wenn diese Historie ganz ausführlichbeschrieben werden solte; so hoffen wir doch, wenn wir die Begebenheiten selbst in die mög-lichste Kürze fassen, und unsere Erzählung mit einigen richtigen und wohlgegründetenAnmerkungen begleiten c); daß., wir diese Materie und. die vornehmsten Umständederselben auf einer solchen Seite zeigen können, daß sie richtig verstanden werden, unddem Leser alle hinlängliche Genugthuung werden geben können .

§. 156.

Erste veram Gleichwie die Tyranney, welche die Spanier an den Unterthanen der sie-

lassung zu die-ben Provinzen verübet, so lange sie unter ihrer Botmäßigkeit gewesen, dieser Repri-sen, Handel. h,-b ^ ihrem Daseyn verhelfen; so ist eben diese despotische Regierungsart in Ansehungder Einwohner des übrigen Theils der Niederlande, die noch im Gehorsam gegen dieKrone Spanien geblieben, die wahre Quelle des Reichthums und der Macht gewor-den, zu welcher diese neue Republik auf eine so plötzliche und bewundernswürdige Artgelanget, daß sich diejenigen gar nicht darein finden können, wie es mit dieser Ver-änderung zugegangen, die entweder keine Gelegenheit gehabt, die Geschichte kennenzu lernen, oder die nicht Fähigkeit genung besitzen,-die Verbindung der Dinge ein-zusehen d). Unter die übrigen Vortheile, die sie ergriffen, gehöret nun derHandel nach Ostindien ch. Zwar meineten sie wol im Anfange nichts wenigerals dieses; allein ihr Betragen zog dieses wirklich nach sich : und obwol vielesder Weisheit und Klugheit derer zugeschrieben werden mus, denen die Verwaltung derholländischen Angelegenheiten anvertrauet gewesen, und die diesen Handel in seiner er-sten Kindheit sehr behutsam tractiret und geschähet; so mus man doch bekennen, daßder Grund dazu durch die übertriebene Streitigkeit und Fehler der Spanier gelegetworden, ohne welche der Fleis der Holländer so ein grosses Werk nicht ausgerichtethaben würde, so viel als uemlich überhaupt der menschlichen Klugheit zugeschriebenwerden kan, die in der That eine Frucht der göttlichen Vorsehung istjff)/ die zuwei-len den allerbesten Entwürfen entgegen arbeitet, zuweilen aber auch denselben ein stausgebreitetes Gedeien gibt, als diejenigen, welche die Anschläge gemachet, wedererwarten noch vorhergehen können. Die Portugiesin waren bisher meist seit hundertJahren im Besitz der einzigen unmittelbaren Gemeinschaft mit dem Orient gewesen»che samt der Herrschaft über ihr eigenes Land nun in die Hände des katholischen KönigsPhilip des zweiten fiel s); und wie seine spanischen und portugiesischen Unterthanenden Handel nach beiden Indien ausschlieffungsweise genossen, so erndteten die in denNiederlanden wohnenden den grösten Theil des Nutzens, der aus der Versendung ^Waaren durch alle andere Gegenden von Europa, entstund h). Dadurch warech ^e

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h) Davenant «n Nie L-ist lnäi» 1'raäe Sce. c) Es ist wirklich eine holländische

rie hieven in acht Folianten vorbanden. L) btemoires lur 1s Loirmi-rce <ier

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