z 10 xm.Bttch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschasten-
tig wurden, immer verdrießliche Händel mit den Engländern, ohnerachtet sie diesenvieles zu danken harten, und die ersten Piloten, die sie auf dieser weiten Reise führeten,Engländer waren w). Die Capitaine und andere Bediente der englandischen Cormpagnie wendeten ihre Zeit vornemlich zum Handel an, und bemüheten sich, so bald alsmöglich für die Schiffe ihrer Herren Ladung zu erhalten. Die Holländer aber, diesich nach dem Exempel der Portugiesen richteten, und, wenn wir die Wahrheit sagensollen, dazu genöthiget wurden, weil sie wohl wüsten, daß, wenn sie sich nicht bevestig-ten, ihre Feinde sie wieder aus Indien vertreiben würden, gaben sich alle Mühe, anbequemen Orten Vestungen anzulegen, die mit Kanonen und Kriegsmunition wohl ver-sehen waren, und darin hinlängliche Besatzungen lagen r). Wie nun ihre Macht zwnahm, so wuchs auch ihr Stolz, und es siel ihnen unerträglich, da sie sahen, daß dieEngländer von den gebornen Ittdiauern geliebet wurden, und mir ihnen handelten,ohne sich eines Zwanges zu bedienen, daher sie aus dem Triebe sowol des Geldgeitzes alsdes Ehrgeihes denselben öfters Hindernisse in den Weg legten, zuweilen aber auch sieüberwältigten. Die engländische Compagnie wendete sich, wie wir an seinem Orte g^meidet haben, an den König Jacob, damit dem Uebel abgeholfen würde; worauf einedoppelte Unterhandlung zu Beilegung dieser Streitigkeiten in Holland angefangen wu^de, die aber fruchtlos ablief; und obwol endlich im Jahr 1619 ein Tractat geschloffnwurde, kraft dessen die Angelegenheiten sowol der englandischen als holländischen CoM'ptynie auf einen gewissen Fus gesetzet und gewisse Maasregeln genommen wurden, neu?Streitigkeiten zu verhüten : so wurde doch auch dadurch wenig ausgerichtet y).Holländer gaben ihnen bald nachher ihre Überlegenheit zu fühlen, bewiesen eine 2 Zer<achtung gegen ihre Beschwerden, und vermehreten das Leiden der Compagniebedientegdadurch, da sie zu ihnen sagten, daß sie am engländischen Hofe mehr vermöchten, als sie/und so lange sie in Holland Geld vollauf hätten, so wüsten sie es schon zu machen, daßsie dadurch Freunde in England bekämen r). Wie viel davon wahr sey, das kau beyso grosser Entfernung der Zeit nicht mit Gewißheit bestimmst werden; aus den U>^ständen und nachfolgenden Begebenheiten aber solte man fast schließen, daß diese Äe»tserungen nicht ««gegründet gewesen a).
§. 171.
Erokerun» Jedoch wir wollen uns bey einer so verdrieslichen Sache nicht langer aust^
der «ladt Ja^ ten, sondern wollen weiter gehen und aus holländischen Schriftstellern zeigen, wie siecatra, so nach- der grossen und fruchtbaren Insel Java sich eines der vornehmsten Plätze bemächtig^her Batavia und wie sie dadurch den Grund zu der grossen Herrschaft geleget, die sie jetzo haben, daßegenenner die grosse und berühmte Stadt gebauet, die in kurzer Zeit der Hauprsitz ihrer Erobert"^worden. gen und Niederlagen in Ostlttdrett geworden, und auch seit der Zeit geblieben.
wenn wir dieses ausführlicher erzählen, als bisher mit einer andern Begebenheit gesi^hen: so wird die Natur und Wichtigkeit der Sache uns beyden Lesern entschuldig^'Als die Holländer die Küsten von Java zum erstenmal besuchten, so fanden sie auf^Nordseits einen bequemen Hafen, nebst einer dabey liegenden Stadt, die damals ^lappa hies, welchen Namen aber die Einwohner ums Jahr 1607 mit dem Na>"Jacarra vertauschten. Sie war nach der Art dieses Landes mit einer ziemlich g"^
w') Harris Voyszss Vol.,. x) eonquersr a-s Is'e? kloIuqu-8 1 . z, II. I',;. y)
a-rr. r. ,7. p. 170. zi purchas kUZrimr v«l. l. p. 665. a) iMoirs as u >äes Isles L.z. p.rrx.