Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
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r.Hauptst. i.Abs.Von der Holländer ersten Reisen nach Ostindien. zvA

§.

Um diese Zeit litte die Compagnie einen grossen Verlust, und ihr Handel wur- Misheüigkei-de sehr geschwachet wegen einiger Pulver, die von den im Kleinen handelnden Kaufte»- tcn zwischenten eingeführet und unter die Specerey gcmenget! wurden, als welches den Vertrieb und dm Englän-Werth der Waaren verininderte. Die Compagnie stellete dieses den Staaten vor, Eund es wurde ein Placat bekant gemachet, damit dergleichen Betrug aufs künftige ver- ""hütet werden möchte r). Da auch die Staaten merkten, daß einige benachbarte Po-tentaten, die durch das Glück der Compagnie eifersüchtig gemachet worden, sich ihnenaufs äusserste widersetzten, sonderlich da sie ihnen ihre besten und erfahrensten Secfah«ter abspenstig machten und in ihre Dienste zogen: so liessen sie ein Edict ausgehen, kraftdessen den Seefahrern und Matrosen die Desertion bey harter Strafe untersagt wurde s).

3 m Jahr i6i8und 1619 war die Compagnie sehr glücklich; denn es kamen zu ver-schiedenen Zeiten nicht weniger als zehen Schiffe an, die eine sehr reiche Ladung hatten,die auf sechs bis sieben Millionen geschähet wurde. Dieses neue und außerordentlicheGlück flöffete ihnen nun einen frischen Muth ein, nicht nur den Unternehmungen derSpanier zu widerstehen, sondern auch durch den Weg der Repressalien auf ihren Un-tergang bedache zu seyn; worin sie es durch die Wachsamkeit und tapfere Entschließungdes L.srettz Rcacl, eines sehr erfahrnen und klugen Mannes, der neun Jahr in In-dien gedienet hatte, sehr weit brachten; woselbst auch die Compagnie ihm den ansehn-lichsten Posten gab, worauf er nach Holland zurück ging t). Um diese Zeit rissen Skestnterfchleife und unverantwortlichen Practiquen bey dem Verkauf des Waarenlagersder Compagnie wieder ein; worauf die Staaten sich genöthigt sahen, das Placat vomJahr 1610 mit einigen Anmerkungen und Zusahen zu erneuren, die nach bey Umstän-den der Zeit und nach den Kunstgriffen eingerichtet waren, die man neuerlich erfundenhatte, um die ehemaligen Vorschriften unkräftig zu machen u). Aus diesen Umstan-den, die wir alle aus holländischen Schriftstellern genommen haben, da wir sonst keineändere Quelle vor uns gefunden, ist leicht abzunehmen, daß die Compagnie von den Ge-"eralstaaten allen nur möglichen Beistand genossen; was sie nur suchte, wurde ihr ge-wahret; worüber sie sich besthwerete, das wurde aus dem Wege geräumet, und was sieihren Begebenheiten in Indien berichtete, wurde geglaubet und als zuverlaßig an-kommen. Indes hatten sie von der Zeit an, da sie in dieser Gegend der Welt mäch-

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r) ^vemllement L Ig teks cle Itscucil äes p. 4 z. s) Ebtlldas. P. 44 - 0 Sgl-

lengrc iMi une Mioire äss krovmces - unies L-c. p. 75. u) -rverrilkemenk z !s kece äsLecueil äes Vo^s^es 4;,

s^.^lögang finden, die sonst durch den ausschliesi^ m den Händen der Nation bleibe».

h>> ,l"ar daher für die ostindische Compagnie eine^?"3>iche Gewogenheit, da sie ein ausfchliessendes?^egium erhielt; und eö hatte diese Compa-f!,s^.^">e Ursache zu erwarten, daß die Schis-^ °urch die magellanischr Meerenge, in Län-'ltz^^llerhalb Indien, solte verhütet werden,chkis dieses ihrem Lande grossen SchadenHess 0 pachte es der Compagnie keinen Vor-dieses wurde damals bemerket, und diekung hat bis jetzo ihre Richtigkeit. Die

Starke derselben ist auch nicht an Holland alleineingeschränket, sondern breitet sich über eine jegli-che Regierung aus, die an der Handelschaft ihreeinzige oder vornehmste Stütze hat, dabev auf dasInteresse der Compagnie nur so weit gesehen wird,als es mit dem Interesse der Nation bestehen kan rund daher mus das Interesse der Nation niemalsdem Interesse, noch viclweniger aber den» Eigen-sinn, Feindschaft und Stolz einer Compagnie, auf-geopfert werden, so mächtig oder vorkheiihaft sieauch seyn mag, weiche Lection nicht zu ofte wie-derholet werden kan, bis sie recht gefastet worden.