Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
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Z12 xm. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.

Sie canonirken auf einander am neuen Jahrstage ibiy: als aber die Holländer dieUeberlegenheit ihres Feindes merkten, so gingen sie nach Amboyna zurück, und liessendie Engländer im Haftn von Iacarrn; wo nachher sieben Schiffe, und ein Corps vongooo Mann Hülsscruppen aus BgnraM, zu ihnen sties, das nur funfzehen Meilen da-von lag l) N),

§.

Verlegenheit Um diese Zeit war das holländische Fort Moritz gewissermaßen volstandig,

der Holländer und hatte vier gute Bastionen, die mit Artillerie hinlänglich besetzet waren , so daß pe-zu Jacatra. ^ ^an den Broecke, der in Abwesenheit des Commodore ^oen commandirte, ohn-erachtet er zu Wasser und zu lande belagert war, sich im Stande zu seyn erachtete, ta-pfern Widerstand zu thun. Er machte den Anfang damit, daß er die Stadt IacatrNheftig beschos, welches mit so guter Wirkung geschahe, daß der König sogleich zu capi-tuliren begehrete, und endlich erklärete er sich, achttausend Patacons zu bezahlen und da-durch den Frieden zu grkauftn. Als nun der Vergleich war geschloffen worden, so be-wegte er den holländischen Gouverneur, einen Besuch bey ihm abzulegen s). Nachdemer sich nun eine Zeitlang mit ihm unterredet hatte, so lies er ihn greifen und ins Ge-fängnis werfen, wo er ihn mit dem Tode bedrohete, wo er nicht den Augenblick Befehlertheilete, daß sich das Fort ergeben solte. Er ging noch weiter und führete ihn mit ei-nem Strick um den Hals unter die Mauren des Forts, und begehrte, daß er demselben

Befehl

g) Vayags; äs l» Lampagnis äs; Inäos Ocieiw

Factoreien behelfen, und nie sich angelegen sey"lassen, durch aufgerichtete Forts sich eines a»s>schliessenden Handels zu versichern r;). Es istleicht zu begreifen, daß diese Umstände nicht Har-moniken. Wenn sie aber auf das kommen, >va§sie den Krieg z» Jacatrrr nennen, so wird unse-re Nation unter einem ganz neuen Charactffvorgestellet, und es wird von ihnen gesagt, daß l-rmit den Spaniern gleiche Absichten gehabt,ist, die -Holländer völlig von den moluckiich^Zirseln zu verflossen, und daß sie den Entwurfta-zu mit mehrerer Geschicklichkeit gemacher, daden Kaiser von Java, den König von Jacaichund den Gouverneur von Bantam, in ihresse gezogen, wodurch sie die -Holländer umHaar ins Verderben gestürzet. Wie kan dasdem vorigen Bericht zusammen gereimet werde"'So viel scheinet richtig zu seyn, daß die -Hosta'^der zuerst eine» ausschließenden Handel zuzu errichten gesuchet, woraus dieser Krieg entst--"den, der dieses Vorhaben vereiteln sollen; und ,ist selbst aus ihrer eigenen Erzählung hievon mchgewisser, als daß die Indianer den Engt^dexn mehr zugethan gewesen, als den -Hollande -die durch eine überlegene Macht die einen ver 'ben, die andern aber sich unterwürfig gemach25) Neuville Hitk. van Kolisnä I. Des!,

d P 7 euville Itill. van Kallanä. I. llsrl, p.sor.c-üs; 1". 7. p.; n-

N) Die-Holländer sind vorsichtiger und zugleichauch glücklicher gewesen, die Nachrichten von ihrenersten Reisen nach Indien aufzuheben und in gehö-rige Ordnung zu bringen, als wir; indem wir,wenn wir einige rohe Erzählungen und einige sehrkurze Stellen in unserer algemeinen Historie «uö-nehmen, kaum etwas von dem Ursprung unsersostindischen Handels übrig haben. Diesen Man-gel haben die holländischen Geschichtschreiber erse-tzet, wenn wir uns nur sicher darauf verlassentönten. So aber findet man zu allem Unglück,daß ihre Berichte nicht nur ganz offenbar vollVorurkheile und Partheilichkeit sind, sondern siewidersprechen auch einander ihrem Inhalt nach.An dem einen Orte stellen- sie die Engländerals solche vor, die mir den indianischen Nationensehr stolz und gebieterisch umgegangen, daß sie ih-nen Gesetze nach Beliebnng vorgeschrieben, daßsie dieselben um einer jeglichen Beleidigung willenunbarmherzig gcstrafet, und sich bey aller Gele-genheit gegen dieselben mehr wie despotische Her-ren als wie Kaufleute aufgeführet, von denen mangeglaubet, daß sie freundschaftlich mit ihnen um-gehen würden 24). Nichtsdestoweniger gestehensie, daß die Engländer wenig oder gar keineVestungen angeleget, daß sie sich mit schlechtenSg) äs la LompaZlue erc. 1'. 7.

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rü) Mttoirs äs I» Languste äos Islse dlsluguss 1. z. p. »95.