5.Hauptst. i.Abs Von der Hollauder ersten Reisen nach Osimdiett. 315
Nante, daß sie in Holland erzogen werden sollen; von welchen Don Andreas deEostano der Sohn des Königs von Soyan, und Don Marcus der Sohn desBönigs von Arelan war, beide von der Insel Amboyna; obwol einige Schriftstel-ier, entweder aus Unwissenheit, oder, welches wahrscheinlicher ist, in der Absicht dieMacht der Compagnie unter diesen Umstanden zu vergrößern, Söhne der Könige von^>lam und Legion aus ihnen gsmachet haben. Die drey übrigen hatten nicht so viel)u bedeuten p). Ein jeglicher von den zween jungen Prinzen brachte einen Brief vonseinem Vater an den Prinz Moritz mit, der sie sehr gnädig aufnahm und BefehlSab, daß für ihre Erziehung gesorget werden solle. Dieser listige Grif hegte eine dop,pelle Wirkung. Denn wie dadurch die Sache der Compagnie dem Prinzen sehr starkempfohlen wurde, der bey vielen grossen Tugenden einen Ansah von der Eitelkeit hat-te, so dienere er auch dazu, daß der Begrif bestätiget wurde, den sie in Indienbon einem Könige von Holland gemachet hatten, welches unter solchen Nacio,üeu nöthig war, die eine sehr hohe Vorstellung von der Monarchie hatten, undsch kaum einen Begrif von einer andern Regierungsart machen konten. Durch dieseMethode erhielten sie von den Generalstaaten ein vsrtheilhaftes Edict über das an-dere, samt allem nur crsinnlichen Beistande, und es wüste niemand besser als dieseDirectores, wie sie sich derselben bedienen, oder sich dadurch von der künftigen Noth«lvendigkeit, sie zu begehren, entledigen sollen H.
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Im'Frühling des r 62 ssten Jahres kamen zwey rerchbcladene Schiffe nach^ues privi-Hollattd zurück, mit der Nachricht, daß sowol der Krieg in Java, als der wider die legium für dieTpanrer, auf den moluckifchen und manilifchen Inseln, noch fortgesetzet würde, und Compagnie.
die Insel Banda wieder erobert sey, die ihnen von der letzterwehnten Nation ab-kommen worden; ungleichen daß die letztansgelaufene Flotte aus Holland in vier Mona-ten und drey Tagen daselbst gücklich angekommen wäre >'). Diese vortheilhafre Nachricht'b'fzu rechter Zeit ein, da eben die Compagnie um ein neues Privilegium anhielt. Hie-°ey fanden sie einigen Widerstand. Denn eines Theils waren die Eigenthümer mis-^rgnügt, weil sie glaubten', daß sie nicht ihren gebührenden Antheil an dem Profit^kämen; daher die Directores, um dieses Geschrey zu stillen, sich genöthiget sahen,aus den Gewürznelken entstandene Summa der Austheilung um fünf und zwanzig^M Hundert zu erhöhen ch. 'Andern Theils fehlete es nicht an solchen, welche sagten,
M das ausfchliessende Privilegium, so die Compagnie hätte, den Unterthanen derRepublik überhaupt nachtheilig wäre, und daß das Commercium nach Indrett weitGeld in die vereinigten Provinzen bringen würde, wenn es frey bliebe. Die^t'eunde der Compagnie antworteten hierauf: es sey nicht nur was unüberlegtes, son-. auch was gefährliches, wenn man Muthmaßungen mit Begebenheiten abwöge;
^ Compagnie hätte in Zeit von ein und zwanzig Jahren auf vierhundert und fünfzigHundert , von ihrem Capital ausgetheilet, welches sich beinahe auf dreißig Millio-^ Gulden beliefe; der unermesuchen Summen nicht zu gedenken, die auf die Er-§Uuug und Ausrüstung derScbiffe, auf die Kriegs-und Seearmatur, auf die loh«
'^3 der Matrosen und Soldaten, auf die ausgefahrnen Waaren und so viel andere
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