Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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317
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5.Hauptst. i.Abs. Von der Holländer ersten Reisen nach Ostindien. 317

wände einer vorn Herrn Gabriel Towersött und andern vorgenommenen Verschwörrung wider die holländische Regierung, sich derselben bemächtigten, sie auf die Torturbrachten und hinrichteten; welches grausame und aufferordentliche Verfahren anfängtlich in -Holland nicht öffentlich bekant gemacht wurde, als woselbst man nur sagte,daß einige Bewegungen zu Amboyna entstanden, die aber durch die Wachsamkeit undKlugheit des Gouverneurs völlig gedämpfet worden w). Als aber die ganze Sache anden Tag kam und viel Aufsehens vor der Welt verursachete; so sahen sie sich genöthi-gt, ihr eigenes.Verhalten öffentlich zu vertheidigen, wobey sie bekamen, daß, da dieVerschwörung sehr tief und gefährlich gewesen, der Gouverneur von Amboyna sichgenöthiget gesehen, sich der geschwindesten und kräftigsten Mittel gegen dieselbe zu be,dienen, und nachdem er die Missethäter verhöret, und sie sowol durch ihr eigenes Ge-ständnis als auch durch Zeugen überführet, zur Hinrichtung derselben zu schreiten t).Es konte aber dieseThat vor den Augen unpartheiischer Richter unmöglich gerechtfertigetoder nur bemäntelt werden, indem es sederman in die Augen siel, daß die Holländer indiesen Gegenden sehr mächtig, die Engländer aber schwach waren, daher es garNicht nöthig gewesen, in der Geschwindigkeit zu einer solchen Extremität zu schreiten;Und gleichwol war die Nothwendigkeit ihre einzige EntsthuldiguNg. Es konte diesesVerfahren auch nicht mit dem zwischen beiden Compagnien errichteten Tractat bestehen,krastwelches zu Baravia ein gemeinschaftlich Vertheidigungsgericht angeleget war, vorwelchem diese Sache hätte untersuchet werden sollen y). Eben dieser Gründe hat man sichiur Vertheidigung ewiger vorhergegangenen Gewaltthätigkeiten bedienet: und nichtsdesto-weniger erkläreten sie sich vermittelst eines neuerlichen Tractats, eine grosse SummeGeldes zu bezahlen; welches sie nicht gethan haben würden, wenn sie nicht Unrecht ge-habt hätten. Und dennoch verübeten sie in einer kurzen Zeit von vier Jahren, einedeue Gewaltthätigkeit, die alle vorhergehenden übertraf, die darauf abzielete, die En-gländer von den Specereiinseln gänzlich zu entsetzen, deren Genus doch die Holländer'htem Beistande zu danken hatten; und die endlich den Regeln der natürlichen Billigkeitdem Völkerrecht zuwider lief r). Dein allen aber ungeachtet machte die VerbindungPrinzen von Gramen mir dem engländischen Hofe, die Freunde, so sich die hollän-bische ostindische Compagnie an demselben erwecket, und der Einflus, den die Gene-^alstaaten über einige der einstigen hatten, die sich zu der damaligen Zeit den Titel der Pa-rivten beilegeten a), daß diese Begebenheit für jetzt unterdrücket wurde, zur Beschimpfung^ider Nationen, zum unersetzlichen Verlust der engländischen ostindischen Compagnie,zum unglücklichen Umsturz der aufrichtigen und redlichen Gemeinschaft, die soMge zwischen den protestantischen Seemächten bestanden hatte P).

Rr z §. 177.

W) Nilkuire üe 1s Longuete des Isles kloluyues wm. z. ,>. L-5. x) Harris Vo^-axes Vol. i.

p. v) Lee rl-e weply ot' Nie r->!1 Indiz Lompany to cke Outck sccounr of tl>«

stiHr sr -) Harris Vo^sxes Vol. 8 Y 5 .

Wir haben den holländischen Geschichte ter Wahrheit der Conspiration, um derentwillenMeibkrn es sehr zu verdanken, daß sie uns von Herr Towerson und die andern Engländer hin-lvn> traurigen Vorfall zu Amboxna viele be- gerichtet worden, die engelaudischevsiiulische Comrej. Umstände aufgezeichnet, die von unsern pagnie an dieser That nicht den geringsten AneMit Stiischweigen Übergängen worden, theil gehabt, und-davon auch ihre vornehmstenbekennen ganz frey, daß, bey vorausgesetzt Bedienten nicht das geringste gewust. Daher

auch