Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
318
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Expeditionder naffaui-schen flotte.

Z18 xm. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschasten.

§. 177.

Nach einer langen und reifen Ueberlegung entschlossen sich die Generalsiaatett,eine andere Fahrt nach dein Südmecr durch dieMeereuge, von leMarre genant, vorzuneh-men, in der Absicht, zuLhür oder Peru dessen Fus zu fassen, oder einen solchen Schlag zuthun, der durch alle Staaten der Spanier in America ein Schrecken verursachen solce,worauf ihre Flotte nach Ostindien ssgeln und der Compagnie den Beistand leisten stl-Le, den ihre Umstände erforderten. Um nun dieses grosse Vorhaben auszuführen, strüstete die Admiralität zu Amsterdam, Seeland, Holland und VOestfneslandeine Flotte von eilf grossen Schiffen aus, an deren Bord wol über eintausend Matro-sen, ausserdem aber sechshundert Mann regulaire Truppen waren, und auf den sämtlichenSchiffen befanden sich dreihundert Kanonen b). Zu den grossen Ausgaben, die dieseAusrüstung erfordert, trug die Compagnie reichlich bey, so wie auch der Prinz Mo-ritz, der der grosse Beförderer dieser Unternehmung war, und dem zu Ehren dieseFlotte gemeiniglich die naffauische Flotte genennet zu werden pfleget c). Den 2ysteriApril 162z ging diese grosse Flotte unter dem Commando des Jacsb!e HermitSunter Segel, paßirte die Meerenge le Maire den atm Februarius des folgenden Jah-res, und den loten May kam er in dem Hafen von Lima an, welchen er angriff undden Spaniern unaussprechlichen Schaden that, ohne selbst Vortheile davon zuhaben.Meist eben dieses Schicksal hatten ihre übrigen Unternehmungen auf dein Südmeer,wo ihr Admiral starb, und diese mißlungenen Streiche schärfeten ihre Rache dergestalt,daß, als der spanische Vicekönig sich wegcrte, ihre Gefangenen zu ranzioniren, sie keinBedenken trugen, dieselben an der Segelstange aufzuknüpfend); eine Handlung, diemit Recht von allen, die derselben gedacht haben, verabscheuet worden ^). Sie wen-deten

b) ftteuville irilt. v-m Hollands 1. drei, I. 5. eh Voxazs? 0- la clomprxrus dss Instc-

Orisucalsi, re»n. 9. p. 1. d) iweuvlllc lüitoils van Iw-U. 1. dssl. I. 5.

auch ihrem eigenen Schluß zu Folge keine Ursachvorhanden gewesen, die /ngländische Compagnieihres Handels und Fackoreien auf dieser Insel zuberauben, oder sie von Polcvon, einer zu denInseln von Danda gehörigen Insel, zu verflos-sen, über welche der Krone von Großbrittanienvon den Einwohnern die Oberherrschaft aufs fei-erlichste war übergeben worden. 28). Sie gebengleichfals zu, daß der cngeländische Hof, ob eres wol nicht aufs äusserste kommen lassen, den-noch die weitere Ahndung dieser Sache nicht auf-gegeben, sondern zwanzig Jahr hintereinander ge-trieben , und daß er nur dadurch von Ergreifungper Waffen zurück aehalten worden, weil sich der-selbe von den -Hollänvern einen Beistand in derpfälzischen Sache versprochen. Sie bekennenweirer, daß endlich aus eigener Bewegung der-Holländer die Beilegung dieser Sache den bei-

den ostlndgchcn Compagnien überlassen woroc»,wonach der cngcländischen Compagnie zur ^tiöfaction eine weit grössere Summe zu bezahlversprochen worden, als die, so nachher Lrowwell erhalten können; daß aber auch die Eck",lung dieses Vergleiches durch den AiiSbruchbürgerlichen Krieges gehindert worden 2-).

O.) Nachdem eine Handlung von der Act sszählet worden, so scheinet es nun eine Pflicht dftGerechtigkeit zu seyn, wenn man dem Leset ck'dem Nachricht gibt, was im Journal dieserzur Entschuldigung angeführet worden, und^ 'ches folgendergestnlr lautet zo): „Als die kck"ff„schen Kriegesgefaugcnen den r; Iunius -o-„vorgestellet, daß der Vicekönig willig sey,

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„ihrer Auslösung zu tractircn; so wurde l„daß ein Antrag deswegen geschehen sckss

„welchem Ende ein Officier, auf einen'

LL) LoClereklilbörss des kravinces-nnics, vol. 2, p, L-) Rübnirss ds w

>>cs liws tdulugnez, wm. z. p. röü. VopaZes de I»

Orleneaws, lo>n. p. 7;, 74.

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