Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
326
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zr6 XI!I.Buch. Historie der ostindischen Haiidlungsgeselschaften.

weite, uud sie die Beleidigung, die ihrem Vaterlande widerfuhr, mehr-schmerzte, alsdie, so ihre Personen betraf; so entschlossen sie sich, alles aufs Spiel zu setzen, und durcheinen kühnen Streich entweder aus ihrer Gefangenschaft sich zu entreißen oder mitEH-ren zu sterben. Da unter allen Völkern in der Welt keins einen so geschäftigen undvestentschlossenen Muth besitzet, als die Japaneser; so entwarfen sie ihre Unterließmung mit.einem eben st kalten Blut, als hitzig sie dieselbe ausführeten. Sie schickte"neun der Vornehmsten aus ihrem Mittel unter einer hinlänglichen Bedeckung fort, daßsie dem Gouverneur in seinem Palast Vorstellung thun sollen; und nachdem sie wege"eines gewissen Signals Abrede genommen hatten, so wurden die übrigen Don ihremVolke in gewisse Haufen.abgetheilet, die eine solche Stellung nahmen, daß sie zu g^setzter Zeik alle beisammen seyn konten. Diejenigen, die in den Palast gingen, gäbe"anfänglich gute Worte; als sie aber sahen, daß sie damit nichts ausrichteten, st be-mächtigten sie sich der Person des Gouverneurs, seines Sohnes und .eines seiner Rathe,und als sie ihr Signal gegeben hatten, so stürmeten die ausgestelren Partheien dasHaus und maffacrirten alles, was darin war. So bald die Garnison im Citadel er-fuhr, was vorging, st richtete sie ihre Artillerie gegen den Palast, welchen sie auch leichtzu Boden geschossen haben würden , wo nicht die Japanesir den Gouverneur gezwustgen, Befehl zu geben, daß sie aufhören folten zu schiessen, welchem Befehl auch ^Garnison wegen der Gefahr, darin er sich befand, gehorchete r) L).

§.

reisen, wäre vorbey; sie stünden in Gefahr, a»Hdie Zeit zur Heimreise zu versäumen; sie wäre»nicht um des Handels willen gekommen, sonder»um Erfrischungen.einzunehmen; sie hartenstructioncn bey sich, denen sie nachleben wüsteszu welchem Ende sie begehreken, daß ihnen ^Segel, Ruder und Kanonen wieder überlirsi"würden, um die noch übrige kurze Zeit zu ihcksReise anzuwenden. Er fuhr in eben der Versts'tung fort und sagte: sie müßen noch ein ßsswenig Gedult haben, er könne ihnenBitte nicht gewähren, weil ihnen sonst ein ",glücklicher Zufall begegnen tönte, der ihmschrieben werden möchte, da er zumal schon >unglücklich gewesen, der Regierung zumißfällig zu werben, worüber er sich garberuhige» könte ;?). . ^

E) Die Art und Weise , wie sie ihre strecksuchen wolle», war folgendergestalt entwockVon ihren neun Vornehmsten hatte jeglickerSchwerdc und einen Dolch. Es begleitetenvier und zwanzig der tapfersten Kerl von be' ,Schiffen, und zwar in der Kleidung der De Iten; welche ebenfals heimlich Gewehr beyführten. Eine Parthey von fünfzig Man» / ^in fünf Banden abgetheilet war, kam eiu^^,^

x) Lecueilcles VovsZsz zu2torä, tom. S y.

aufgenommen, und ihnen eine solche harte Be-dingung nie vorgeschrieben worden, darauf jetzodieser Gouverneur bestund. Er war sich der Unge-rechtigkeit seines eigenen Verhaltens sehr wohlbewust, daher er Dasselbe mit allerhand Ausflüchtenzu beschönigen suchte. Er sagte ihnen, es wäreeine sehr gefährliche Reise; (ohnerachtet sie die-selbe alle Jahre thaten,) er erwartete Schiffeaus Batavia, und miL«dcnselben Befehle, dienach China gesendet werden sollen, worauf sieunter einer starken Bedeckung die Reise antretensollen. Als die Jahrszeit vorbey war, und sienun nach Hause reisen wolten, so siellete er sichihrentwegen recht bekümmert am -AVas, sagteer, ihr wolt nach Japan zurück reisen,ohne eure Befehle ausyurickren , ohneeure Fracke ru besorgen, ohne mit eurerMühe und Arbeit etwas M verdienenDDas geht nimmermehr an. UnfereSckiffewerden gewrs ankommen, oder, wenn sieKuck ausbleiben sollen, so wollen wirauf Mittel bedacht seyn, euch völligschadlos 5 U halten. Die Japaneser, dieso einfältig nicht waren, daß sie sick durch diesebetrügliche Worte hätten sollen äffen lassen, sag-ten ihm rund heraus: die Zeit, nach Lhina zu

z?) p. Lharkevoip ttiltchrs äu ^ycm rom. r. p. z6o