5. Hauptst. i »Abji Von der Holländer ersten Rasen nach Ostindien. z z z
^ütte, zwo Maximen in Ansihung ihres ^ Verhaltens gegen die Japanestr, die ohneZweifel vieles dazu beigetragen, daß ihnen seit der Zeit dergleichen Zufälle nicht begeg-net such.. Die erste darunter war: daß es sehr vsrtheilhafc sey-, einen Freund antHofe zu haben; und daher haben sie nie vergessen, einen von den japanischen Mini-stern in ihr Interesse zu ziehen , welches sie dadurch ins Werk richten, daß sie sich be-ständig an ihn halten, seinem Willen zu Gefallen'leben und beständig Geschenke an ihnlchickeu; wobey sie jedoch nichts verlieren. Denn dessen nicht zu gedenken, daß sieAssch ihn viele Vortheile erhalten, so erfolgen gemeiniglich auch solche Vergeltungen infingen, die er wenig achtet, die'aber für sie überaus schätzbar sind , und dadurch der^Lerth ihrer Geschenks ersitzet wird. Die andere Maxime ist, daß sie, wenn Mis-Helligkeiten mit dem Hofe entstehen, gerade herausgehen, und dem Hofe die begehrteGenugthuung leisten. Denn die Japaneser sind ein so listiges , stolzes und auf die^hre eifersüchtiges Volk, daß man ihren Unwillen nicht anders, als durch eine schleunige«nd tiefe Unterwsrstmg, abwenden kau. Und wie sie damals 'diese Lehre zuerst geler,*sit, so ist sie nachher durch eine lange Erfahrung bestätiget worden, und es ist gar^cht wahrscheinlich, daß sie jemals davon abweichen tverden l). Wir lernen daraus-welches die wahre Quelle derjenigen Superiorität sey, welche die JaprMestr jederzeitZegen diese Nation beweisen. Sie verstehen die Vortheile volkommen, die ihnen ausdem eingeschränkten Commerciv, das ihnen noch erlaubet ist, zuwachsen, und Schal-en daher dasselbe in ihrer Gewalt. Sie haben einen richtigen Begrif von' der Ge«Mr, die ihrer Reichsverfassung ganz unausbleiblich daher zuwachsen mus, wenn inHrelr Häfen ein Zusammenstuß von Ausländern entstehen solle. Und daher lassen sieMe andern in dieselben einlaufen, als die sie enttveder zwingen können , oder die sieWechthin verachten , und harten dabey ihre eigenen Unterthanen unter einer so stren-N Zucht, daß nicht der geringste Argwohn einer neuen Empörung übrig bleibst '«).
, °ll dieser Handhabung einer unumschränkten Oberherrschaft rühret es her, daß al-^ Intriguen und heimliche Anschläge , die andem Nationen im Orient so viel zu schasiA Machen, hier in der Blüte abgebrochen und in der Geburt ersticket werden. Folg»bekomt auch die holländische Fnctvrey nicht die geringste Gelegenheit, den Bei«^ und Unterstützung der Compagnie der einen oder der andern Parthey anzubie-.Wäre zu dergleichen Practiquen die geringste Oefnung gelassen worden, so ist.
2 ^ ^M Zweifel , daß man längst etwas versuchet haben würde. So aber macht der^rig, darunter sie in Ansehung des Umganges mit den im Lande Gebomen stehen;
^ schaue Aufsicht, die bey ihrer Reise an den Hof und von dem-Hofe über sie gehallstird; die schnelle Einsicht und unbeugsame Gemüthsart der Japanestr; die er»
^ Unkiche^ Vortheile, die sie jährlich von diesem eingeschränkten Handel haben; vor5^ Dingen aber das Exempel der pormgiesen, die ohne Bannherzigkeit aus die-^ Reiche ausgeschlossen worden- und die- alles Bittens ungeachtet, keinen Zutrit wie-der können, nicht weniger die Verstvffung der Engländer, ohnerachtet wi«
m ^Esi iMy Ein Verdacht gefastet worden- dieses alles macht, daß sie von dergleichentzjssEt'Nehmungcn abgeschrecket werden »). Uebc-rdis werden sie in einer solchen Um"Enheit der innerlichen Begebmheiten des Reichs gelassen, daß, wenn auch unter
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