Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
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Z Z 2 xm. Buch. Historie der sstindischen HarrdlungsgeseWaftm.

wurde davon erstaunlich gerühret; er bekante, daß er nie dergleichen gesehen hatte? erfragte, woher er käme, und was etwa dadurch gesuchet würde. Einer von seinen Mi-nistem, der die Holländer in Schuh genommen hatte , antwortete von freien Stü-cken, und ohne daß ihn jene im geringsten gestimmec hatten : „es wäre derselbe von den„Holländer» gesendet worden, um der Ceremonie ein Ansehen zu geben, die von Sr.„Majestät veranstaltet würde.,, Der Kaiser sehte sogleich hinzur Haben sie was zu su-chen? Fehler ihnen etwas? Kan ich ihnen eine Gefälligkeit erweisen? „Weiter nichts/antwortete sein Minister, „als daß Ew. Majestät die Gnade haben , und einem hollän-dischen Gouverneur die Freiheit schenken, der hier gefangen ist, nicht deswegen, daß„er wider Ew. Majestät GeseHs, sondern weil er nnvorsehlich wider die Gewohnheitenvon Japan gehandelt, deren er nicht wohl kundig gewesen.,, Der Kaiser lies ihn denAugenblick auf freien Fus sehen, und beschenkte überdis die Compagnie mit eineransehnlichen Summe Silber, zum Zeichen des Wohlgefallens, mit welchem er ihrGeschenk angenommen ; und sogleich erhielten sie einige wichtige Freiheiten, auf diesesJahr Waaren zu laden und auszuführen k) Gch

§. iZ6.

DesHius. Als Peter pltt'srö nach erhaltener Freiheit bey der Factorey ankam/ um sich

zu seiner Rückreise nach Batavia anzuschicken ; so konten die Holländer ihre Bestür-zung nicht bergen, zumal da sie wohl wüsten, daß nach den Gesehen der Japanestkein Staatsgefangener neun Jahr im Arrest bleiben mus, ehe einer von den Ministernsich unterstehen darf, ein Wort für ihn zu sprechen; daher sie sich nicht die geringsteHofnung machen komm, daß dieser Mann würde auf freien Fus gestellet werden, dernoch nicht über zwey Jahr in Japan gewesen war. Seine Ankunft war zu Latavrcknicht weniger angenehm, woselbst man, nachdem man sein Vergehen und das darausentstandene Urtheil grossen Theils vergessen hatte, sein Unglück schon feit einiger Zeitbedauert; und das umso viel mehr, da man ihn als einen Mann ansähe, der von sei-nem Vaterlands und Freundschaft getrennet war, und der es für eine Gnade ansehe«muste, den Ueberrest seines Lebens im EMo und in der Gefangenschaft zuzubringen-Indes zog die Compagnie aus diesem verdrisslichen HaMel, der sieben Jahre gedauert

hatte/

k) Lscuei! su Mw, kmn. z, p. 245.

G) Der Name des japanischen Kaisers, derdamals regieret, als Peter TTwßtn sich aufder Znsel Formosir der beide» Schisse bemäch-tiget , war FiSe Tadda, der »ach der chinesi-schen Chronik im Jahr 16 zo gestorben ; da nundiese zu seinen Ehren angestellt Feierlichkeit imJahr i6z6 vorgefallen, so hat ein französischerSchriftsteller nicht ohne viele Wahrscheinlichkeitgemuthmasset, daß dieses nicht sein Leichenbegäng-nis, sondern seirie Vergötterung gewesen 42).Denn es ist in Japan gebräuchlich, daß sie ihreverstorbenen Kaiser vergöttern , und dieselben alsUntcrgottheiten oder als Heilige verehren. Es

ist eins von den grasten Vorrechten des Daira,der der geistliche Kaiser oder der Papst in Jap««ist, daß er dem Trrbo Sama, oder weltlich?«Kaiser, diese Ehre nach seinem Tode gewähren ka«>wenn es ihm beliebig ist. Und indem er dick?Gnade gewähret, so leget er der Gottheit zu-gleich einen neuen Namen bey, der in dem- geg?«^«"artigen Fass Taiko Lonni war. Anlange««den Kaiser, welchem Peter Nupts übergebe«wurde, so hsts er Jermitzko, eben verstnig^der die letzte grosse Verfolgung wider diesten- erregte 4z,).

4») p. Lyartevsix Mlloire äü tgpan, wm. 2. p.ücr Villen Srisuxa!« », kam. 10. y. > 7 >

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