zz8 Xlil.Buch. Historie der ostiMschen Handlungsgeselschaften.
sollen, daß der Abfall des Königreichs Portugal von Spanien und die Erhebung desHerzogs von Braganza zum Könige unter dem Namen Johannes des vierte»/ denEroberungen der -Holländer in Ostindien einen Zügel würden angeleget haben; indemsie mit den Portugiesen, so ferne sie keine Unterthanen Sr. katholischen Majestät'waren, keinen Krieg und Streit hatten, vielmehr aus erheblichen Ursachen verbundenwaren, dem neuen Könige von Portugal beizustehen, indem die tage seiner europäi-schen Staaten ihn zu einem natürlichen und nothwendigen Alliirten derselben machte.Nichtsdestoweniger ging es ganz anders Denn ob er wol gleich nach seiner Erhebungauf den Thron Don Tristan de Mendoza Hurtado in den Haag schickte, woer von den Staaten als ein königlich portugiesischer Gesandter empfangen und gehaltenwurde, die, nach einer ziemlich langen Unterhandlung endlich einen Waffenstilstandauf zehen Jahr mit ihm schlössen, kraft dessen beide Partheien behalten sollen, wassie in Ost - und Westindien besassen; so half doch dieses nicht gar viel w). Dennunter dem Vorwande, daß in Brastlien dieser Waffenstilstand von den Portugiesennicht pünctlich gehalten, und daß auf der Insel Ceylon dem Inhalt desselben kein völ-liges Genügen geleistet worden, ging die holländische ostindische Compagnie in der Ver-mehrung ihrer Staaten immer weiter, ohne dabey weiter auf etwas zu scheu, als aufdie günstige Gelegenheit, dieses thun zu können. Man mus auch bekennen, daß diesesfür sie gar was reihendes gewesen. Denn wie unter der spanischen Regierung die Nie-derlagen der Portugiesen gar schlecht waren besorget worden; so verloren dieselben, dasie zu der Pflicht, die sie ihrem natürlichen Herrn schuldig waren, zurückkehretelynicht nur den Beistand, den sie sonst von den Spaniern genossen hatten, sondern eswaren nun auch diese ihre Feinde geworden, ohne daß sie dafür Einen Freund erlangethatten. In dieser betrübten läge kanten sie sich von Hause wenig Hülfe verspreche»/als woselbst der König seine ganze Macht zur Vertheidigung der Krone, die er sich auf-gesetzet hatte, anwenden muste. Daher ist es gar kein Wunder, wenn die holländischeostindische Compagnie, die dieses alles wohl wüste, und die ihre eigene Ueberlegenhcitwohl kante, sich dieser Gelegenheit zu ihrer Vergrößerung bediencte, und zugleich sichbemähete, denjenigen Handlungen den besten Anstrich zu geben, die keinen ander»Grund als den Geldgeitz und Ehrgeih hatten r). Wenig Jahre nachher wurde der
Friede
w) Mtnn's tteE-a äe koni-xsl, wm. 7 p. IZ7. r) Zuritte ttiik. V-IN ttvll. I. a-el. >-
trug, der ostindische» Compagnie mit einverleibet hinlänglich sey, die Bedürfnisse eines so Iveitläuflzu werden; wobey sie, wenn dieser Vorschlug würde rigen Wesens zu bestreiken. Nach manchem H''"angenommen werden, sich vorgesetzet, der Repu- und Herreden sagten die vornehmsten Kammch'blik ein ansehnliches Präsent zu machen: ob sie rund heraus, daß sie mit der ganzen Coinpag"^wol zugleich bekamen, daß sie nicht über tausend nichts mehr zu thun haben wollen, wennNormen in der Casse hätten, doch aber diese diese Vereinigung aufgedcunam werden solle.Summe auf den Credit dieser Verbindung leicht- Erklärung schlug durch, indem die Staaten da»lich aufbringen wollen 46). Es wurde daher Privilegium der ostindische!, Compagnie erliefder ostindischm Compagnie gewaltig zugesetzet, ten, zugleich aber auch, wie im Text angrEjedoch ganz vergeblich. Denn die Directores der- worden, dafür svrgcten, daß ihnen dasselben sagten frey heraus, daß sie mit dem, was nicht entqieng, das ihnen die andere Lompag"ihrer Besorgung anvertrauet worden, bereits ge- zugesaget hatte, um die Inkorporation zu erb'"'nung zu thun hätten, und daß ihr Capital nicht ten 47).
/ 46) tte Llere ttittoire cleg I>r<,viiicos - unies, tom r. p r-,, 47) rvikgliefort/
Llere-, James», Savarp Oicciouaus y« Lommerce.