Z 6o xm. Buch. Historie der ostmdischen Handlungsgeselfchaftett.
ben lange verwahret wurde, unter dem Vorwande, daß er den Ort zu zeitig über-geben , indem man das holländische Geschwader schon hätte sehen können. So grosindes auch dieses Unglück war, so zog es doch eine Gemeinschaft mit dem chinesi-schen Kaiser nach sich, als welcher ihnen seinen Beistand versprach, um die Machtdes Loxenga einzuschränken, und ihm einen Zügel anzulegen, daß er seine Kape-reien auf dem Meer nicht langer treiben , und das Commercinm zwischen Japan undLhma nicht so stöhren möchte. An diesen Puncten war seinen Unterthanen viel, undden Holländern nicht weniger gelegen, als welche gar wohl sahen, daß sich der Zu-stand ihrer Sachen durch den Verlust einer so wichtigen Colonie gar gewaltig geändert.Denn statt dessen, daß sonst das spanische, portugiesische und chinesische Commercinm ih-rer Discretion übergeben gewesen, so konten sie nun nicht einmal mehr ohne grosseSchwierigkeit und Gefahr ihre jährlichen Schiffe nach Japan schicken H.
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«Srob-rnngm Es ist nun nöthig, daß wir uns des Zustandes der Sachen in Europa erin-
der Holländer nem, um zu zeigen , was sie für einen Einsius in diesen Welttheil gehabt, und wasan der küste die Holländische Compagnie bewogen, ihre Eroberungen an den Küsten von.LoromaN-Coromandel dgl ,lind LNalabar bis zu dem Umfang zu treiben, darin sie dieselben noch besitzen, undund Malabar.^chen dadurch den Untergang der .portugiesischen zu wollenden. Bald nach der Wieder-herstellung Carl des zweiten wurde unter seiner Vermittelung eine Unterhandlung Zwi-schen der Krone Portugal und den Eeneralsiaaten veranstaltet, indem der Kriegüberhaupt beiden Partheien beschwerlich war, sonderlich aber die Unterthanen derStaaten, ausser dem Verlust von Brasilien, in ihrem Handel durch die Kaper, dieportugiesische Flaggen führeten, ganz entsetzliche Einbuße an-ihrem Handel hatten-Dem allen ungeachtet ging es bey der Unterhandlung sehr. langsam her, daher derElß-schlus gefastet wurde, auf Vortheile in Ostindien bedacht zu seyn, woselbst die Com-pagnie, nicht anders als ob sie durch ihr Privilegium zu Souveräns waren gemachtWorden, den Krieg eiftiger fortsetzte , als jemals; so, daß sie im Jahr i66z Loul^an der malabanschen Küste angriffen, und als sie diesen Ort eroberten, so machst**sie sich an (Lanansr an eben dieser Küste, davon sie auch, wiewol nicht ohne einig*Schwierigkeit, Meister wurden. Und ob wol anfänglich ihre Absicht dahin ging, ^Ort zu schleifen und blos eine Factorey daselbst anzulegen, so änderten sie doch ihre Er-schließung, als sie die Bequemlichkeit und Wichtigkeit der Lage desselben in Erwcg"^zogen, und beschlossen, die Bestungswerkc auszubessern, und denselben als eine ihre*Niederlagen zu bewahren. Hierauf wägeten sie sich an Lochin, eine noch weit vessest
und wichtigere Stadt, wo der
war und ein grosser Handel gettle
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wurde. Der Commodore Gsens fand hier weit mächtigern Widerstand, als er Hvorgestellet ; und weil die Belagerung eine geraume Zeit dauerte, so büffete er viel V»'*ein. Weil er sichs aber einmal vorgenommen hatte, Herr davon zu werden, stfolgte er seme Unternehmung mit solcher Heftigkeit, daß er endlich obsiegete, und d'*Portugiesin genöthiget wurden, sich zu ergeben H. Da er ihn aber in Besitz geno'stwen harte, so wüste er nicht was er anfangen solte; er sahe, daß die Erhaltung dielstOrtes eine Sache von gröster Wichtigkeit war, daß aber auch eine starke Besatzung^
1) Dapper rvcsäe Qcrgnttclmp nsar Lina, toi. <-i.s. ü-sl. I. >2. q.
a) Vleurille ttili. v»a
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